Zwei Tage, nachdem Michael Lindner seinen Rücktritt als Vorsitzender der SPÖ OÖ ankündigt hatte, präsentierte die Partei heute, wie erwartet, Ex-Minister Alois Stöger als interimistischen Nachfolger. Spekulationen, wer die Partei künftig anführen werde, wollte Landesgeschäftsführer Koppler nicht aufkommen lassen.
Die SPÖ wurde vom Rückzug Lindners kalt erwischt, die Nachfolge wird erst in den kommenden Wochen geregelt. Vorerst einigten sich die Parteigremien, Alois Stöger als geschäftsführenden Vorsitzenden einzusetzen. Der ehemalige Verkehrs- und Sozialminister wird das Amt am 1. Dezember übernehmen, bis dahin werde Lindner weiter die Geschäfte führen, gab Landesgeschäftsführer Florian Koppler bekannt.
„Personell breit aufgestellt“
Auch den Sitz in der Landesregierung behält Lindner so lange, bis ein fixer Nachfolger in der SPÖ gefunden wurde. Dieser solle in einer „breiten Willensbildung“ auserkoren und per Direktwahl bestimmt werden, so Koppler. Dabei sei die Partei „wirtschaftlich und personell breit aufgestellt“, und es gebe auch andere Kandidaten als etwa bekannte Gesichter wie die Nationalratsabgeordnete Eva-Maria Holzleitner.
Dank an Lindner
Koppler bedankte sich noch einmal bei Lindner, dessen Entscheidung „zu akzeptieren“ sei. Er habe es geschafft, „viele Gräben zuzuschütten“ und hinterlasse vieles, auf dem ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin aufbauen könne.
Dass man sich so rasch auf Stöger einigen konnte, zeuge von „Stabilität“ in der SPÖ, sagt Koppler. Der politische Fokus liege nun zum einen auf dem Budgetlandtag, um Kürzungen auf dem Rücken der sozial Schwachen zu verhindern, und zum anderen auf der bevorstehenden Linzer Bürgermeisterwahl.
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