Keine zwei Wochen nach der 0:4-Heimpleite gegen die Wolfsberger revanchierte sich die Austria auswärts mit dem bereits dritten Saisonsieg in der Lavanttal-Arena. Die Austria tankte damit auch Selbstvertrauen für das große Wiener Derby gegen Rapid am Sonntag. Dem WAC bleibt als Tabellenfünften in der Liga noch die Chance auf die Europacup-Teilnahme.
Vor 4.500 Zuschauern boten beide Teams von Beginn an einen unterhaltsamen Cup-Fight. Mihret Topcagic hätte die Austria wie in Wien fast erneut auf dem falschen Fuß erwischt, der Kopfball des Stürmers in der zweiten Minute ging aber über das Gehäuse von Heinz Lindner. Doch auch die ohne den am Auge verletzten Tomas Jun angetretene Austria tauchte bereits vor der Führung gefährlich vor dem Tor der Hausherren auf.
Kurioser Treffer von Hosiner zum 1:0
Hosiner ließ in der siebenten Minute per Kopf noch Kaltschnäuzigkeit vermissen. In der 20. Minute bezwang er WAC-Schlussmann Marco Knaller aber mit einem einigermaßen kuriosen Treffer: Der im Cup wieder anstelle von Christian Dobnik aufgebotene Keeper ließ sich von einem Schupfer ins lange Eck überraschen.
Nach seinem vierten Tor im laufenden Bewerb hätte Austrias Toptorjäger auch weiter nachlegen können, Knaller war jedoch mit den Fingerspitzen entscheidend zur Stelle (25.). Vor allem im Mittelfeld erarbeitete sich die Elf von Peter Stöger deutliche Vorteile, während bei den Kärntnern der gesperrte "Staubsauger" Michele Polverino abging.
Vorentscheidung durch Grünwald
In der Kabine dürfte WAC-Trainer Nenad Bjelica aber die richtigen Worte gefunden haben. Während die Austria versuchte, Tempo aus dem Spiel zu nehmen, agierten die Wolfsberger agiler. Einen Schuss von Jacobo entschärfte Lindner zur Ecke (55.), nach 65 Minuten brachte Bjelica mit Cup-Spezialist Rivera für David de Paula auch noch eine zusätzliche Offensivkraft. Nur eine Minute später schlug jedoch die Austria zu: Der stark spielende Grünwald war nach einem Querpass von Fabian Koch zur Stelle.
Der WAC warf danach alles nach vorne. Der ebenfalls eingetauschte Sandro Zakany traf zunächst die Stange (79.), ehe Rivera die Partie mit seinem sechsten Cup-Tor wieder spannend machte. Die Austria brachte das Ergebnis aber mit etwas Zittern über die Zeit und bleibt in dieser Saison auswärts damit weiter ohne Negativerlebnis.
Kein Lohn für hart arbeitenden LASK
Der LASK hat am Abend die nächste Sensation im Cup nur knapp verpasst. Einen Tag nach dem 1:0-Erfolg von Pasching in Wien gegen Rapid verloren die tapferen Linzer im Viertelfinale in Ried mit 1:2 nach Verlängerung. Zuvor hatten bereits Salzburg, Pasching und die Austria den Aufstieg in die nächste Runde am 7. und 8. Mai fixiert. Die Auslosung der Halbfinal-Partien erfolgt am Sonntag.
Der LASK, der wie Pasching aktuell in der Regionalliga Mitte daheim ist, musste nach einer Gelb-Roten Karte für Balakiyem Takougnadi ab der 27. Minute in Unterzahl auskommen und lag noch dazu zur Pause nach einem Tor von Robert Zulj (42.) 0:1 zurück. Der LASK glich aber in der Nachspielzeit durch Radovan Vujanovic aus (94.), in der Verlängerung entschied dann Marco Meilinger (106.) die Partie zugunsten des Favoriten, der zum dritten Mal in Folge im Halbfinale steht.
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