Am Nationalfeiertag muss es um Österreich gehen! „Krone“-Wissenschaftsexperte Dr. Christian Mähr hat sich folglich mit der ersten Urkunde befasst, in der Österreich als „Ostarrichi“ erstmals erwähnt wurde, und einen tieferen Blick ins 10. Jahrhundert gewagt.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde „Ostarrichi“ in einer Urkunde des römisch-deutschen Kaisers Otto III. aus dem Jahr 996. In dieser ist von einer „im Volksmund Ostarrichi genannte Region“ die Rede. Das ist ein wenig schwammig, gemeint ist das um das heutige Neuhofen an der Ybbs gelegene Gebiet, das der Kaiser mit dieser Urkunde dem Bischof von Freising, Gottschalk von Hagenau, schenkt. Die Schenkung umfasst den Hof selbst sowie weitere dreißig Königshufen mit allem, was der frühmittelalterliche Wunschzettel so hergab: Wiesen, Weiden, Wälder, bebautes und unbebautes Land, sämtliche Gewässer, Bienenweiden, Jagden, alle Wege, Mühlen…
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