Bludenzer Ausstellung

Kriegsende, Nachkriegsjahre und Entnazifizierung

Vorarlberg
29.07.2025 15:25
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

In der diesjährigen Sommerausstellung der Alpenstadt geht es um die Befreiung im Mai 1945, die Nachkriegsjahre unter französischer Herrschaft sowie um das Thema Entnazifizierung.

Im Bludenzer Kunstraum „Remise“ (ehemals Galerie allerArt) wird es auch dieses Jahr eine Sommerausstellung der Stadt geben. Bereits in den vergangenen Jahren standen Jubiläen und Gedenkanlässe im Mittelpunkt. 2020 beispielsweise gab es eine Ausstellung zum Thema Widerstand und Verfolgung während der NS-Diktatur.

Eröffnung & Öffnungszeiten

  • Eröffnung: Die heurige Sommerausstellung wird in Form eines geführten Stadtspaziergangs mit Dr. Franz Valandro eröffnet. Treffpunkt ist am Donnerstag, 31. Juli, um 19 Uhr bei der Brauerei Fohrenburg.
  • Ausstellungsdauer: 1. August bis 31. August 2025

  • Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag, Sonn- und Feiertage von 15 bis 18 Uhr

Heuer dreht sich alles um das Kriegsende vor 80 Jahren, den damit verbundenen Einmarsch der französischen Armee und dem darauffolgenden Jahrzehnt der Besatzungszeit. Die Zuständigen des Bludenzer Stadtarchiv haben dafür Interviews mit Zeitzeugen geführt und Materialien gesammelt. Die Ergebnisse werden ab 1. August in der Ausstellung präsentiert.

An den Einmarsch der französischen Armee in Bludenz Anfang Mai 1945 erinnern Filmaufnahmen und historische Fotodokumente, aber auch Objekte wie die weiße Fahne, mit der Bürgermeister Troppmayr seinerzeit symbolisch eine kampflose Übergabe der Stadt inszenierte.

Historische Fotos und Filmdokumente sind zu sehen.
Historische Fotos und Filmdokumente sind zu sehen.(Bild: Stadtarchiv Bludenz)
Kriegsende vor 80 Jahren.
Kriegsende vor 80 Jahren.(Bild: Stadtarchiv Bludenz)

Ähnlich wie in anderen Vorarlberger Gemeinden gab es aber auch in Bludenz Kräfte, die eben diese kampflose Übergabe um jeden Preis verhindern wollten. So scheiterte in der Nacht vom 3. auf 4. Mai die Besetzung der örtlichen NS-Kreisleitung. Ziel des Bludenzers Alois Jeller und seinen Mitstreitern war es, ein Gefecht um die Stadt Bludenz zu verhindern. Die Besetzung allerdings scheiterte, Jeller wurde gefangen genommen und nach schweren Misshandlungen mit einem Gewehrkolben erschlagen.

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