Kurios war die Situation nach dem Ersten Weltkrieg in der kleinen Ortschaft Thörl: Der Kärntner Ort wurde von Italien besetzt. Manche brauchten vom Haus zum Acker einen Passierschein. Selbst Tote mussten sich bei der Überstellung zum Friedhof ausweisen.
Nach dem Ersten Weltkrieg zerbrach ja die Monarchie, der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn. Das Kanaltal fiel an Italien, das Mießtal an den SHS-Staat. Seltsam und kurios war die Situation in Thörl: Die junge Republik Deutsch-Österreich sah den Ort eindeutig als zum Staatsgebiet zugehörig an, die Italiener erhoben aber auch Anspruch darauf und besetzten das Dorf, das sie Porticina nannten.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.