Heuer gab´s einen Rekord an PV-Strom in Oberösterreich und wegen der noch immer großen Nachfrage nach Anlagen wird die Produktion steigen. Auch bei Windkraft. Doch dieser Stromfluss ist sehr schwankend und für „schlechte Zeiten“ soll ein Pumpspeicher in Ebensee vorsorgen. Ein Lokalaugenschein.
Es sind beeindruckende Zahlen zu einem beeindruckenden Projekt: 450 Millionen Euro investiert die Energie AG derzeit in Ebensee, um ein Pumpspeicherkraftwerk zu errichten. Bis 2027 soll es fertig sein. Da können dann 1,3 Millionen Kubikmeter Wasser – das sind etwa 45.000 Privatpools – innerhalb von Sekunden den Berg rauf gepumpt oder zu Tal gebracht werden und dabei Strom erzeugen.
„Größte Investition in der Geschichte“
„Das Projekt in Ebensee ist die größte Investition in der Geschichte der Energie AG und ein wichtiger Schritt am Weg zur Klimaneutralität unseres Unternehmens, die wir 2035 erreicht haben wollen“, sagt Energie AG-Vorstandschef Leonhard Schitter bei einem Lokalaugenschein. Man sei derzeit voll im Zeit- und Budgetplan, auch wenn die Regenfälle Mitte September die Tunnel am Fuße der Anlage unter Wasser gesetzt haben.
280.000 Haushalte können versorgt werden
„Das ist eine wichtige Investition zum richtigen Zeitpunkt“, ist sich auch LH Thomas Stelzer sicher. Denn mit PV-Anlagen und Windrädern kann zwar viel Energie erzeugt werden, allerdings mangelt es noch an der Flexibilität, und die erreicht man mit dem Speicherkraftwerk. Ist viel Strom da, pumpt man Wasser nach oben in den Speichersee. Wird Strom benötigt, wird Wasser abgelassen. 280.000 Haushalte könnten so versorgt werden.
Naturschutz spielt große Rolle
„Dieses Kraftwerk ist der grüne Akku für Oberösterreich“, sagt Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner, auch weil beim Bau des Kraftwerkes der Naturschutz eine große Rolle einnehme.
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