Polizeieinsatz im Rotlichtmilieu: Voller Verzweiflung rief eine litauische Staatsbürgerin in der Nacht auf Mittwoch heimlich ihren „Manager“, ihren Zuhälter, an. Denn sie wurde von einem Mann in dessen Haus festgehalten – und der Freier war bewaffnet.
Gegen 23.30 Uhr klingelte das Telefon, am anderen Ende der Leitung war die verzweifelte Litauerin, die ihren „Manager“ um Hilfe bat: Sie werde von einem 64-jährigen Schweizer durch Einschüchterungen und teils auch niederschwellige Gewalt in dessen Haus im Bezirk Wolfsberg festgehalten. „Aufgrund des Verhaltens des 64-jährigen Schweizer Staatsbürgers, der örtlichen Gegebenheit und der Information, dass der Mann im Besitz einer Waffe ist, konnte sie die Örtlichkeit auch nicht verlassen“, berichtet die Landespolizeidirektion.
Der Zuhälter schlug Alarm: Weil der Mann bewaffnet war, wurden auch Beamte der Cobra sowie die Schnellen Interventionsgruppe hinzugezogen. Am Einsatzort angekommen, verließ der 64-Jährige sein Haus und zeigte sich kooperativ. „Im Haus des Mannes konnte eine geladene Langwaffe, Munition sowie eine Armbrust sichergestellt werden“, so die Polizei, die auch gleich ein vorläufiges Waffenverbot für den Mann ausgesprochen hat. Er wird angezeigt, allerdings werden noch weitere Erhebungen geführt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.