Gedenken in Solingen

Demonstrant soll Hitlergruß gezeigt haben

Ausland
27.08.2024 12:03
Porträt von krone.at
Von krone.at

Während des Gedenkens an die Opfer des Attentats in Solingen haben Demonstrierende am Montagabend mit ausländerfeindlichen Parolen provoziert. Ein Demonstrant soll gar den Hitlergruß gezeigt haben.

Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer riefen beispielsweise „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“. Laut der Polizei nahmen an dem Demonstrationszug, der ihnen auffiel, etwa 120 Menschen teil. Gegendemonstrierende blockierten teilweise den Weg.

Platzverbote und Rangeleien
Aufgrund der Parolen lösten die Beamtinnen und Beamten die Versammlung auf und leiteten Strafverfahren ein. Anschließend bildete sich noch eine Spontandemonstration mit ungefähr hundert Teilnehmenden. Bei dieser soll ein Verdächtiger den Hitlergruß gezeigt haben, er wurde angezeigt.

Polizei nach dem Anschlag auf das Stadtfest in Solingen
Polizei nach dem Anschlag auf das Stadtfest in Solingen(Bild: AFP/APA/Ina Fassbender)
Menschen legen Blumen zum Gedenken an die Opfer nieder.
Menschen legen Blumen zum Gedenken an die Opfer nieder.(Bild: AFP/APA/dpa/Thomas Banneyer)
Bei dem Anschlag gab es drei Todesopfer und mehrere Verletzte.
Bei dem Anschlag gab es drei Todesopfer und mehrere Verletzte.(Bild: AFP/APA/Ina Fassbender)

Zum Gedenken an die Todesopfer in Solingen (Nordrhein-Westfalen) gab es am Montag mehrere Versammlungen mit insgesamt einigen hundert Menschen, darunter war auch eine Mahnwache (siehe Video oben). Teilweise habe es Rangeleien gegeben, sagte ein Polizeisprecher. „Das ist sehr emotional und laut da.“ Auseinandersetzungen zwischen rechten und linken Demonstrierenden seien unterbunden worden. Zwei Platzverweise habe man erteilt.

IS reklamierte Anschlag für sich
Wie berichtet, waren am Freitag bei einem Stadtfest in Solingen drei Menschen getötet und acht weitere verletzt worden, zum Teil schwer. Der mutmaßliche Täter, ein 26-jähriger Syrer, stellte sich am Samstag und wurde festgenommen. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Mordes und des Verdachts der Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Diese reklamierte den Anschlag für sich.

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