Umsatzrückgang, rote Zahlen, ein verschärftes Sparpaket! Die gesunkene Nachfrage nach Motorrädern zwingt die Pierer Mobility AG zu einem weiteren Personalabbau. Im Werk in Mattighofen (Oberösterreich) sind die Herausforderungen auch bei den produzierten Motorrädern deutlich spürbar.
Anfang Dezember 2023 hatte Pierer Mobility ein Sparpaket samt Verlagerung von Teilen der Produktion und einen Abbau von rund 300 Mitarbeitern in der Motorrad-Montage sowie in der Forschung und Entwicklung bekannt gegeben.
Am Freitag dann der nächste Schlag: Weitere 200 Beschäftigte, diesmal in der Verwaltung, müssen in der von Stefan Pierer geführten Firma gehen. Was die Gründe dafür sind? Das Motorrad-Geschäft stottert. „Nach drei überdurchschnittlich erfolgreichen Jahren“, wie es im Halbjahresfinanzbericht heißt, leiden die Mattighofener unter Absatzrückgängen in Nordamerika, Europa, Australien und Neuseeland.
Fahrradbereich defizitär
Die Folge: Mit einem Periodenergebnis von minus 172 Millionen Euro schrieb die Pierer Mobility (KTM, GasGas, Husqvarna und MV Agusta) im ersten Halbjahr 2024 rote Zahlen. Auch der defizitäre Fahrradbereich, dessen Restrukturierung läuft, drückte aufs Ergebnis.
Wie will man da jetzt wieder auf Kurs kommen? Einerseits soll der Abbau der Personalkosten das Budget entlasten, andererseits wurde auch die Produktion gedrosselt, was wiederum das gebundene Kapital senkt und die Lager entlasten soll.
Was das für Mattighofen bedeutet? Dort wurden im ersten Halbjahr 76.383 Motorräder hergestellt, im Vorjahreszeitraum waren es noch 111.940 gewesen.
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