Wie der ORF Burgenland am Donnerstag berichtete, habe der 40-jährige Mann aus Rattersdorf seit zwei Jahren regelmäßig Zigaretten in der kleinen Trafik in Köseg, nahe der Grenze, gekauft. Auch am 2. Jänner, dem Tag des Überfalls, sei er dort Kunde gewesen - bekleidet mit einer Jeans und einem blauen Kapuzenpulli -, habe seine Einkäufe getätigt und danach das Geschäft wieder verlassen.
Was dann jedoch geschah, mutet wie die Vorlage für einen zweitklassigen Gangsterfilm an. So zeigen die Aufnahmen der Überwachungskamera laut Bericht einen Mann, der in der gleichen Kleidung nur fünf Minuten später die Trafik betritt - allerdings mit aufgesetzter Kapuze und daher nicht erkennbar - und den Überfall verübt.
Der Burgenländer bestreitet, der Mann auf dem Video zu sein, trotz der äußerst erdrückenden Indizien. Für die Polizei ist der Fall jedoch klar, denn als der 40-Jährige am 29. Jänner wieder zum Einkaufen nach Ungarn fuhr, klickten in der Trafik die Handschellen. Nach 72 Stunden Polizeigewahrsam und einer Verhandlung wenige Tage später wurde eine 30-tägige Untersuchungshaft verhängt.
Die Familie, zu der der Beschuldigte keinen Kontakt hat, glaubt an einen Justizirrtum und an die Unschuld des 40-Jährigen. Der Burgenländer habe laut seinen Angehörigen schließlich ein Alibi und außerdem seit dem Überfall auch mehrmals in derselben Trafik wieder eingekauft.
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