„Parteipolitik statt Bürgerpolitik“ werde leider in Österreich betrieben, postete ein „Krone“-Leser zum „Brief an die Leser“ vom Feiertag, in dem das innenpolitische Hin-und-her-Gezerre im Allgemeinen und nun im Speziellen im Nachhall des vereitelten Terroranschlags Thema war. Mit der Schlussfolgerung, diese gegenseitigen Anschüttungen würden die meisten Menschen anwidern.
Die Reaktionen bestätigen diese Annahme, wenn es etwa heißt: „Die Parteien sind nur mit ihren eigenen Befindlichkeiten beschäftigt.“ Doch so sehr eine Mehrheit der Österreicher das Gekläffe der Politik ablehnt, so schwer tut sich diese, nicht nur die böse Fratze zu zeigen.
Man wage einen Blick in die USA: Dort kläfft Donald Trump durch seinen dritten Wahlkampf um die Präsidentschaft. Nun steht er plötzlich dem Duo Kamala Harris und Tim Walz gegenüber, das einen neuen Weg geht, mit dem die beiden zumindest im Moment bei der Bevölkerung punkten: Sie setzen auf „Joy“, treten, wie es unser USA-Korrespondent Christian Thiele diese Woche formulierte, als „fröhliche Krieger“ auf.
Sie wollen, schreibt Thiele, das Land aus seinen Angstzuständen befreien, stellen positive Botschaften in den Mittelpunkt ihrer Wahlwerbung. Eine Prise davon würde auch dem Wahlkampf bei uns, dem Land und den Menschen in Österreich guttun.
Einen schönen Sonntag mit Ihrer „Krone“!
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