500-Mio.- Euro-Deal?

Droht Vermarkter-Erdbeben in der Rallye-WM?

Motorsport
15.08.2024 18:23
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der Vermarkter der Rallye-Weltmeisterschaft könnte Insidern zufolge einen neuen Eigentümer bekommen!

Die Gesellschafter der Rennsport-Serie, allen voran der österreichische Energy-Drink-Konzern Red Bull, loteten einen Verkauf der in München angesiedelten WRC Promoter GmbH aus und hätten damit die US-Investmentbank JPMorgan beauftragt, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Rallye-Serie könnte globaler werden und in die USA expandieren
Das deutsche Unternehmen erwarte im laufenden Jahr einen operativen Gewinn (EBITDA) von mehr als 20 Millionen Euro. Ein Insider sagte, unter neuer Eigentümerschaft – etwa einem Finanzinvestor oder größeren Sport-Investoren – könnte die Rallye-Serie globaler werden und etwa in die USA expandieren.

Die bisherigen Eigentümer hofften auf einen Verkaufserlös von 500 Millionen Euro, hieß es in Finanzkreisen. Sie wollen aus den gestiegenen Bewertungen für Sportrechte-Vermarkter Kapital schlagen. Im Frühjahr war die spanische Dorna Sports, der Organisator der Motorrad- und Superbike-Weltmeisterschaft, für eine Bewertung von 4,2 Milliarden Euro an den Eigentümer der Formel 1, Liberty Media, verkauft worden. Dorna Sports gehörte vorher dem britischen Finanzinvestor Bridgepoint und dem kanadischen Pensionsfonds CPPIB.

Die Rallye-WM besteht heuer aus 13 Rennen – von Finnland über Chile bis Japan. Das bekannteste Rennen ist die Rallye Monte Carlo. Im Klassement führt zurzeit der Belgier Thierry Neuville auf Hyundai vor dem achtfachen Weltmeister Sebastien Ogier aus Frankreich (Toyota).

Konsolidiert wird WRC Promoter bei Red Bull
Hinter WRC Promoter steckt neben Red Bull ein Investment-Vehikel der Sportunternehmer Thomas Krohne und Karl Wieseneder, KW25, das ebenfalls 50 Prozent der Anteile hält. Konsolidiert wird das Unternehmen aber bei Red Bull. Seit 2022 organisiert WRC auch die Rallyecross-WM und die Rallye-Europameisterschaft.

Krohne war von 2012 bis 2018 Präsident des Deutschen Volleyball-Verbands (DVV) und saß später im Aufsichtsrat von Werder Bremen. Ihm gehört der American-Football Klub Munich Ravens, der in der European League of Football (ELF) spielt, an der Krohne ebenfalls beteiligt ist.

JPMorgan, Red Bull und WRC Promoter wollten sich zunächst zu den Informationen nicht äußern. Krohne war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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