„Wutbauer“ Dorner setzt erneut eine Protestaktion gegen Diözese. Mit einem Anhänger mit Transparent will er auf die Neuverpachtung von landwirtschaftlichen Flächen aufmerksam machen.
Landwirt Josef Dorner aus Markt St. Martin ist seit seinem Wutbauer-Video vielen ein Begriff. In dem Clip hatte er seinem Ärger über die Neuverpachtung der Ackerflächen durch die Diözese – die „Krone“ berichtete – auf satirische Weise Luft gemacht. Jetzt hat Dorner eine weitere Protestaktion gestartet. Auf einem Feld hat er einen Anhänger mit einem Transparent aufgestellt, auf dem „Habgier ist eine Todsünde“ zu lesen steht.
Keine Bewirtschaftung am Sonntag
Ab 1. Dezember werde dieser Acker, den er bisher gepachtet hatte, an einen neuen Pächter gehen, sagt Dorner. Mit der Neuausschreibung werde ihm und nachkommenden Generationen die Zukunft verbaut. Der Diözese rät er, in die neuen Pachtverträge eine Klausel aufzunehmen, welche es den künftigen Pächtern verbietet, am Sonntag die Felder zu bewirtschaften. „Am siebenten Tage sollst du ruhen“, beruft er sich auf das Buch Genesis.
Kirchenzeitung kündigen
Die ganze Sache treffe ihn und seine Familie sehr emotional. Die Flächen würden nun an Auswärtige gehen. Auch wäre es vielleicht besser, die Homepage würde nicht martinus.at, sondern „habgier.at“ heißen, ätzt Dorner. „Der Heilige Martin hat ein anderes Prinzip gehabt, der hat den Mantel mit einem Bettler geteilt.“ Die Kirchenzeitung werde er demnächst kündigen, mit dem Austritt will er warten, bis er weiß, wer der neue Pächter ist.
Folie als Witterungsschutz
Angst, dass er den Anhänger vielleicht wegräumen muss, hat er keine. Dieser stehe dort, weil er ihn für Arbeiten am Feld brauche, die „Folie“ mit der Aufschrift sei lediglich ein „Witterungsschutz“. Bis 30. November soll der Anhänger stehen bleiben.
Und der Protest geht weiter: Heute ist eine große Kundgebungsaktion von verärgerten Landwirten vor dem Bischofshof in Eisenstadt angesetzt.
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