Das hat es noch nie gegeben: Die OÖ Philharmonie – ein 70-köpfiger, besonders junger Klangkörper – füllte zum Jahreswechsel gleich zweimal das Palais Kaufmännischer Verein in Linz bis auf den letzten Sitzplatz. Der aufstrebende Dirigent Matthias Achleitner führte durch ein gewagtes Programm. Ein starker Neujahrsauftakt!
Bereits zum fünften Mal gestaltete die Oberösterreich Philharmonie im Palais Kaufmännischer Verein Linz den Jahreswechsel. Sowohl zu Silvester als auch am 1. Jänner war ein Konzert angesetzt.
Schon nach den ersten Takten war klar: Dies würde kein gewöhnliches Konzert werden. Mit frischer Energie führte Dirigent Matthias Achleitner „seine“ OÖ Philharmonie zu außergewöhnlicher Brillanz, voller Spielfreude und Präzision. Das junge Orchester entfaltete eine beeindruckende klangliche Bandbreite.
Vertrautes und neue Entdeckungen als Motto
Neu entdeckte Juwelen der Klassikliteratur trafen auf bekannte Klassiker – Radetzkymarsch & Co -, die beim Jahreswechsel nicht fehlen dürfen. Für vokalen Glanz sorgte Tenor Jianhan Li, der große Emotionen mit feiner Innigkeit verband und dem orchestralen Farbenreichtum eine zusätzliche Dimension verlieh.
Es entstand ein musikalischer Spannungsbogen zwischen Vertrautem und Überraschung, zwischen Wiener Eleganz und mutigem Wagnis, den das Publikum an beiden Abenden mit tosendem Applaus und Standing Ovations honorierte. Denn das konnte man auch als Motto für 2026 mitnehmen: Vertrautes schätzen, Neues wagen.
„Ein Neujahrskonzert darf berühren, überraschen und auch ein kleines Wagnis eingehen. Wenn am Ende Enthusiasmus, Freude und Zuversicht spürbar sind, dann hat die Musik ihr Ziel erreicht“, betonte Achleitner. Er selbst ist überzeugt: „2026 wird ein gutes Jahr!“
Auch die Gastgeber zogen ein klares Fazit
„Diese Konzerte sind ein Geschenk an unser Publikum und an das Haus selbst. Sie zeigen eindrucksvoll, wie lebendig Tradition sein kann, wenn man ihr mit Neugier und Qualität begegnet. Dass wir dieses fünfjährige Jubiläum mit solch intensiven Abenden feiern durften, ist alles andere als selbstverständlich“, freuten sich KV-Präsident Andreas Zwettler und Palais-Geschäftsführer Rafael Hintersteiner.