Besser kann man eigentlich fast nicht ins neue Jahr starten! Die Eishockey-Cracks der Graz99ers feierten gegen Budapest einen 6:1-Kantersieg. Es war der vierte Sieg der Lacroix-Truppe in Folge. Der aktuelle Lauf lässt träumen und so manchen Neujahrsvorsatz „meisterlich“ werden.
Wenn die Parkplätze in der Stadion-Tiefgarage Mangelware sind, Gedränge auf der Tribüne herrscht und die Eishalle ob der tausenden Handyleuchten, die die altbewährten Wunderkerzen längst ersetzt haben, für eine feierliche Stimmung beim Eishockey sorgen, dann ist das Neujahrsspiel der 99ers angesagt. Was für ein Fest!
Allerdings entpuppte sich Gegner Budapest anfangs erst einmal als „Partycrasher“. Gerade einmal neun Sekunden (!) waren im neuen Jahr gespielt, schon führten die Gäste aus Ungarn nach einem Tor durch Green mit 0:1. So hat sich das in Graz keiner vorgestellt. Schon gar nicht die 3899 Besucher in der Halle, die dafür sorgten, dass der „Bunker“ zum dritten Mal in Folge (fast) ausverkauft war.
Aber diese 99ers sind diese Saison eben anders, verfallen nicht in Schockstarre. Im Gegenteil: Erst traf Ganahl (18.) zum Ausgleich. Dann ging es Schlag auf Schlag: Zweimal Collins (35., 43.), Haudum (39.), Currie (40.) und Bailen (48.) sorgten für klare Verhältnisse und einen 6:1-Endstand. Da ging die Welle durch die Halle. Es verdeutlichte, was die 99ers heuer vorhaben.
Wir wollen Meister werden. Das wird unser Jahr. Es wird nicht einfach. KAC ist wieder stark. Dazu ist Bozen nahe an uns dran. Salzburg darfst du nie vergessen.
99ers-Präsident Herbert Jerich
Passend dazu die Neujahrsvorsätze des 99ers-Präsidenten Herbert Jerich. Von der „Krone“ angesprochen auf seine Ziele für 2026, grinst er: „Natürlich Meister werden! Das wird unser Jahr.“ Auch wenn der stets selbstbewusste Unternehmer auch sagt: „Es wird nicht einfach. KAC ist wieder stark. Dazu ist Bozen ganz nahe an uns dran. Und Salzburg darfst du ohnehin nie vergessen.“
Die Mannschaft scheint aber jedenfalls in sich gefestigt. Was sie auch abseits der Eisfläche zeigt. Das Motto: Gemeinsam statt einsam. So organisierte Jerich extra vor dem Neujahrsschlager ein Silvester-Essen für sein Team, das zuletzt mit Kasper Kotkansalo noch einmal Verstärkung bekam. Die Familien der Spieler versammelten sich obendrein zahlreich auf der Tribüne und drückten die Daumen. „Viele Eltern und Großeltern sind über Weihnachten und Neujahr da“, weiß der verletzte Frank Hora. „Das ist Extramotivation rund um die Feiertage.“
Ich werde länger ausfallen. Aber zumindest muss ich nicht operiert werden.
Graz99ers-Stürmer Nick Swaney
Das fand auch Nick Swaney, der mit einer Schulterverletzung rund fünf, sechs Wochen ausfallen wird. „Zumindest muss ich nicht operiert werden“, atmete Swaney am Rande des Spiels auf, das ohnehin die beste „Schmerztherapie“ war.
„Eine reife Leistung“
„Spätestens ab dem zweiten Drittel haben wir so gespielt, wie wir das wollen. Mit viel Tempo und Schwung. So macht das Spaß“, strahlte Manuel Ganahl. Und auch Trainer Dan Lacroix war happy: „Das 0:1 hat die Mannschaft nicht aus dem Konzept gebracht. Fehler passieren. Es kommt darauf an, wie man als Mannschaft darauf reagiert. Das war eine reife Leistung.“
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