Der Wirbel rund um ihre Person hat sie nicht aus der Ruhe gebracht: Die „männliche“ Boxerin Imane Khelif ist bei den Olympischen Spielen nicht zu stoppen. Am Samstag gewann die Algerierin – mit lautstarker Unterstützung von den Rängen – ihren Viertelfinalkampf gegen die Ungarin Anna Luca Hamori, die vom Publikum ausgebuht wurde.
Mehrere hundert algerische Fans machten ordentlich Lärm. Khelif, die bei der WM 2023 wegen erhöhter Testosteronwerte ausgeschlossen worden war, jedoch eine Starterlaubnis für Paris erhalten hatte, wurde lautstark angefeuert. Für Hamori gab’s hingen Pfiffe, immer wieder wurde die Ungarin ausgebuht.
Beide Boxerinnen schenkten sich nichts. „Wenn sie oder er ein Mann ist, wird es ein größerer Sieg für mich sein, wenn ich gewinne“, hatte Hamori vor dem Kampf posaunt.
Fix eine Medaille
Am Ende sahen jedoch alle fünf Punktrichter Khelif vorne – zur Freude der algerischen Fans. Die Sportlerin steht nun im Halbfinale und hat damit eine Medaille bereits sicher.
Handschlag mit Gegnerin
Anders als bei ihrem Auftaktsieg nach nur 46 Sekunden durch technischen K.o. gegen die Italienerin Angela Carini gab es diesmal nach der Urteilsverkündung einen Handschlag mit der Gegnerin.
Khelif schlug nach Ende des Kampfes vor Freude mit voller Wucht auf den Ringboden, salutierte und kämpfte anschließend mit den Tränen.
Khelifs Olympia-Zulassung hatte zuletzt für jede Menge Aufregung gesorgt. Ist es fair, dass eine Frau, der das Y-Chromosom nachgewiesen wurde, gegen „richtige“ Frauen kämpft? Nein, sagen österreichische Insider weitgehend unisono – siehe:
Klartext von IOC-Boss
Thomas Bach kann die Aufregung jedenfalls nicht nachvollziehen. „Sie wurde als Frau geboren, ist als Frau aufgewachsen, hat einen Pass als Frau und hat als Frau Wettbewerbe bestritten“, sprach der IOC-Präsident Klartext.
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