Die Österreicher dürften sich in einer Ausschreibung gegen prominente Mitbewerber wie Heckler & Koch, SIG Sauer (jeweils Deutschland), Smith & Wesson (USA) und Beretta (Italien) durchgesetzt haben, berichteten britische Medien am Freitag und beriefen sich dabei auf Angaben des Verteidigungsministeriums in London.
Kein Kommentar des Waffenproduzenten
"Pistolen sind im Nahkampf enorm wichtig und gehören zu den elementaren Bestandteilen der Bewaffnung eines Soldaten", erklärte Mark Anderson, ein Offizier der königlichen Marineinfanterie, gegenüber der Online-Ausgabe der britischen Tageszeitung "The Telegraph". "Die Glock ist verlässlich, leicht und handlich. Außerdem hat sie eine gute Leistung", so Anderson weiter.
Seitens des österreichischen Waffenherstellers gab man sich erwartungsgemäß zugeknöpft. "Die Glock Gruppe tätigt seit ihrer Gründung keine Aussagen über Marktentwicklungen", hieß es lediglich von einer Sprecherin. Ausgerüstet werden sollen die Truppen in Afghanistan bis zur zweiten Jahreshälfte 2013.
Spezialeinheiten weltweit vertrauen auf Glock
Glock-Pistolen werden bereits von der britischen Polizei verwendet und lösen nun auch bei der Army, der Royal Air Force und der Royal Navy die "Browning L9A1" ab, die seit 46 Jahren in Verwendung war.
Auch das schwedische und das norwegische Militär sowie Schweizer Spezialeinheiten verlassen sich auf Handfeuerwaffen aus dem Hause Glock. Bei den US-amerikanischen Behörden (FBI, Drug Enforcement Administration u.a.) soll die österreichische Waffenschmiede bereits einen Anteil von 65 Prozent haben.
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