Der Tourismus in der Innerkrems leidet an Folgen der jüngsten Gewitterfront. Nun werden Ersatzangebote ausgearbeitet.
Das verheerende Unwetter in der Nacht auf Montag zerstörte die Innerkremser Landesstraße (L 19) und machte sie unbefahrbar. Mehr als 30 Schadstellen melden Geologen. „Ganze Teile hat es weggerissen. Wir sprechen hier von einem Schaden in Millionenhöhe“, klagt Bürgermeister Gottfried Kogler. Er kann noch nicht abschätzen, wie lange die Sanierung dauern werde: „Es wird ein langes Prozedere und wohl einige Monate dauern. Wenn nicht sogar Jahre!“
Innerkrems ist somit von Kärntner Seite nicht mehr erreichbar. Auch die Nockalmstraße ist gesperrt. Lediglich von Salzburg gelangt man derzeit über das Thomatal in den Ort. Kogler bezeichnet die Folgen der Gewitterfront „als eine Katastrophe für den Innerkremser Tourismus“: „Der Ort hat bereits schwere Krisenjahre hinter sich, die Zukunft ist noch immer ungewiss. Und jetzt kommt noch die Totalsperre dazu.“
Das Unwetter bringt auch einen Schaden für den Innerkremser Tourismus. Aber wir sind bemüht, diesen mit Projekten zu retten.
Markus Ramsbacher, Tourismuschef
Örtliche Betriebe versuchen seit Jahren, Gäste mit ihren Alternativangeboten wie Skitouren, Funpark und mehr zu locken. „Was auch funktioniert, aber jetzt fehlt uns die Verbindungsstraße. Touristen, Einheimische und Mitarbeiter müssen lange Anfahrten in Kauf nehmen“, stöhnt Kogler.
Bauchweh bereitet unter anderem die gesperrte Nockalmstraße. „Da fallen uns vor allem auch Motorradfahrer weg. Wenn alles gut geht, sperrt wenigstens dieses Ausflugsziel in zwei Wochen wieder auf“, hofft Tourismuschef Markus Ramsbacher. Er weiß bereits von ersten Stornos durch Urlauber. Ramsbacher verweist aber darauf, dass lediglich die Straße beschädigt sei. „Man kann dort ganz normal und beruhigt urlauben. Der Ort ist ja von Schäden verschont geblieben!“
Um den Sommertourismus noch zu retten, arbeite man an Alternativangeboten: „Der Nockberge-Bus mit 20 Sitzen wird eingesetzt. Die Leute und Gäste werden im Zwei-Stunden-Takt über Salzburg auf den Katschberg und weiter in die Region gebracht.“
Sorgen bereitete gestern noch der Ausfall des Handynetzes und des Internets, verursacht durch gerissene Kabel entlang der Straße. In Kremsbrücke laufen die Aufräumarbeiten unterdessen weiter. „Zwei Tage hatten wir kein Trinkwasser. Die Versorgung konnte aber wiederhergestellt werden“, so Kogler. Er hofft, dass das Bachbett bis nächste Woche saniert ist. „Bis es so weit ist, darf uns aber kein heftiges Gewitter mehr treffen.“
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