Unwetter-Folgen

Hagel, Sturm und Regen machen Bauern zu schaffen

Vorarlberg
24.07.2024 16:05
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Besonders hart traf es in Vorarlberg jene, die Dinkel, Mais oder Kartoffeln angebaut hatten. Einige Bauern verzeichneten sogar Totalausfälle. Bleibt zu hoffen, dass sich der Wettergott in den kommenden Wochen milde gestimmt zeigt. 

Seit Monaten haben die Bauern mit extremen Niederschlägen zu kämpfen. „Das kannten wir in Vorarlberg in diesem Ausmaß bisher nicht. Wegen der nassen Böden können die Landwirte zeitweise gar nicht auf ihre Felder und es ist extrem schwierig, das Futter einzufahren“, berichtet Michael Meusburger von der Hagelversicherung. Auch für Schäden, die durch Trockenheit und Unwetter entstehen, kommt das Unternehmen auf. Während die Dürre heuer naturgemäß kein Thema war, musste die Versicherung bereits zweimal für massive Hagelschäden aufkommen: Das Unwetter rundum Lauterach Ende Juli richtete Schäden in Höhe von 1,2 Millionen Euro an.

Zuvor hatten Sturm und Hagel für Ernteausfälle im Großen Walsertal gesorgt – rund 100.000 Euro musste die Versicherung danach auszahlen. Besonders stark von den Wetterkapriolen betroffen waren heuer Landwirte, die im Rheintal Dinkel und Mais angebaut hatten. „Das Getreide, das im Herbst gesät wurde, wurde komplett vernichtet. Hier können die Bauern nur mehr Gras anpflanzen, um später Heu zu ernten“, erklärt Meusburger.

Überflutete Kartoffel Felder
Überflutete Kartoffel Felder(Bild: Michael Meusburger)
und Hagelschäden in den Obstplantagen.
und Hagelschäden in den Obstplantagen.(Bild: Michael Meusburger)

Ebenfalls mit leeren Händen stehe einer seiner Kunden da, der auf den Anbau von Heidelbeeren spezialisiert ist – der Hagel hatte auch seine Felder heimgesucht. Nennenswerte Ernteausfälle haben auch die Kartoffelbauern zu beklagen: Durch die extremen Niederschläge wurde der Boden weggewaschen, die Knollen gelangten ans Tageslicht. „Bei Sonnenlicht bildet die Pflanze das für den Menschen giftige Solanin, weswegen die Kartoffeln nicht mehr genießbar sind.“

Fazit: Für viele Landwirte ist es bisher ein geschenktes Anbaujahr.

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