Oberösterreicher sind unzufriedener mit ihren Vorgesetzen als Angestellte in anderen Bundesländern. Das zeigt der aktuelle Arbeitsklima Index der Arbeiterkammer Oberösterreich. Besonders betroffen sind die Baubranche und der Einzelhandel. Im Tourismus sind unregelmäßige Arbeitszeiten ein Problem.
61 Prozent der oberösterreichischen Bauarbeiter und 58 Prozent der Arbeitnehmer im Einzelhandel sind unzufrieden mit den Gestaltungsmöglichkeiten an ihrem Arbeitsplatz. Diese Werte, die der Arbeitsklima Index der AK OÖ ergibt, sind höher als die Ergebnisse im Rest Österreichs. Auch mit der Beziehung zu ihren Kollegen und dem Führungsstil ihrer Vorgesetzten sind Oberösterreicher weniger zufrieden als Arbeitnehmer in anderen Bundesländern. „Dies muss vor allem ein Alarmsignal für alle Chefs in Branchen sein, wo wir dringend Fachpersonal brauchen“, so AK-Präsident Andreas Stangl.
Burnout-Fälle im Tourismus
In anderen Bereichen kommt die Umfrage ebenfalls zu einem negativen Ergebnis: 24 Prozent der Bauarbeiter fühlen sich durch schlechte Gesundheitsbedingungen belastet, ein Viertel ist ständigem Arbeitsdruck ausgesetzt. Im Tourismus sorgen zusätzlich zur schweren körperlichen Arbeit die Arbeitszeitregelung sowie überlange und ungerelmäßige Arbeitszeiten für Probleme. Mehr als jeder fünfte Beschäftigte in dieser Branche berichtet von Burnout-Fällen im Unternehmen. Die AK fordert deshalb ein Bekenntnis der Arbeitgeber zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
Zufriedenheit bei Weiterbildungen
Bei den Weiterbildungsmöglichkeiten liegt Oberösterreich allerdings vor den anderen Bundesländern: 43 Prozent der Arbeitnehmer haben in den vergangenen zwölf Monaten Kurse oder Seminare besucht, für den Rest Österreichs liegt dieser Wert bei 39 Prozent. Damit zufrieden sind 60 Prozent der Oberösterreicher und nur 57 Prozent der restlichen Befragten.
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