Zwölf überlebten
Grindwale auf schottischen Inseln gestrandet
Auf den schottischen Orkney-Inseln sind Dutzende Grindwale gestrandet und verendet. Tierärztinnen und Tierärzte entdeckten 77 Tiere an einem Strand, davon lebten nur noch zwölf.
„Angesichts geringer Ressourcen und weniger Mitarbeiter konnte der Gesundheitszustand der überlebenden Tiere beurteilt und ihnen Erste Hilfe geleistet werden, während die Flut näherkam“, teilte die Organisation British Divers Marine Life Rescue (BDMLR) mit. Bei den gestrandeten Walen handle es sich um Männchen mit einer Länge von bis zu sieben Metern sowie Weibchen, Kälber und Jungtiere.
„Überall sind Wale. Es gibt eine lange Reihe von ihnen, einige leben noch.“ Die Ursache für die Massenstrandung sei derzeit noch unklar, sagte Emma Neave-Webb von BDMLR. Denkbar sei, dass ein Tier in Schwierigkeiten geraten sei, und ihm der Rest versucht habe, zu helfen.
Hier sehen Sie einen Tweet zu der Massenstrandung.
„Müssen realistisch bleiben“
Die Helferinnen und Helfer riefen die Bevölkerung auf, den Strand Tresness Beach auf der Orkney-Insel Sanday während der Rettungsmaßnahmen zu meiden. Rettungskräfte von anderen Orten und vom schottischen Festland seien unterwegs. „Wir werden natürlich unser Bestes geben, aber sie (die Wale, Anm.) sind schon seit einiger Zeit hier, also müssen wir realistisch bleiben.“
Die Szene sei schrecklich und „sehr emotional“. Erst vor einem Jahr waren 55 Grindwale auf der schottischen Hebriden-Insel Lewis gestrandet, damals überlebte nur ein Tier. Grindwale werden auch Pilotwale genannt und bauen extrem enge Bindungen untereinander auf. Zu bestimmten Jahreszeiten sind sie in großen Verbänden unterwegs, was das Risiko einer Massenstrandung erhöht.








Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.