Das „Muster“ war offenbar stets dasselbe: Zwei Arbeitskolleginnen, mit denen er auch eine Beziehung hatte, soll ein leitender Notfallsanitäter (31) in Tirol das Leben oft zur Hölle gemacht haben. Nun saß er wegen Stalking und gefährlicher Drohung vor Gericht.
Unter anderem soll der Mann eine der beiden Frauen mehrfach vor einem Fitnessstudio abgepasst, an der Dienststelle aufgesucht und mit unterdrückter Rufnummer fast schon tyrannisiert haben. „Sie waren sehr manipulativ und zum Teil überaus grenzwertig mit Frauen unterwegs“, meinte Richterin Andrea Steffan. Sie sprach den Angeklagten aber vom Vorwurf der beharrlichen Verfolgung frei.
Sie wollten ihr klar schaden.
Richterin Andrea Steffan
Sehr wohl sei der 31-Jährige aber wegen einer gefährlichen Drohung gegen eine Frau zu verurteilen gewesen. „Sie haben damit gedroht, Chatverläufe, in denen die Frau Suizidabsichten äußerte, an die Geschäftsführung der Rettungsorganisation zu schicken und wollten ihr somit klar schaden“, so die Richterin.
Weisung zur Männerberatung
Sie verurteilte ihn daher zu einer zur Hälfte bedingten Geldstrafe von 3600 Euro. Außerdem erteilte sie die Weisung, dass der Mann eine Männerberatung besuchen müsse. „Das ist der Ort, an dem sie am ehesten zur Reflexion ihres Tuns kommen“, meinte Steffan.
Urteil bereits rechtskräftig
Nach kurzer Beratung mit seinem Verteidiger nahm der Mann das Urteil an. „Ich habe Fehler gemacht, vor allem, indem ich zum Teil doppelgleisig in Beziehungen gefahren bin“, entschuldigte er sich.
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