Müller als Lehrberuf

Altes Handwerk wird in Andau neu interpretiert

Burgenland
05.07.2024 16:00
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Christoph Passenbrunner (16) ist der einzige Müller-Lehrling im gesamten Burgenland. 2026 will er die Meisterprüfung ablegen und irgendwann den Betrieb von Vater Gerald übernehmen, der die Mühle in vierter Generation führt.

Auch im Burgenland geraten altehrwürdige Handwerksberufe zunehmend in Vergessenheit. Bemerkenswert also, dass sich Christoph Passenbrunner entschieden hat, in die Fußstapfen seines Vaters Gerald zu treten und im hauseigenen Betrieb in Andau den Beruf des Müllers zu erlernen. Die Passenbrunners führen die mittlerweile einzige Mühle im Nordburgenland seit vier Generationen, Christoph ist der einzige Lehrling im ganzen Land.

Mit Innovation und Hingabe
„Seine Leidenschaft und sein Engagement zeigen, dass es auch in unserer modernen Welt Platz für alte Berufe gibt, die durch Innovation und Hingabe neu belebt werden können“, so Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann, der bei den Müllern in Andau vorbeischaute und sich ein Bild von der harten Arbeit machte.

Anspruchsvolle Ausbildung
Für den 16-Jährigen war immer klar, dass er diesen Beruf erlernen will. „Schon als Kleinkind war ich immer an der Seite meines Vaters und habe ihm bei der Arbeit zugesehen oder geholfen“, sagt Christoph, der 2026 die Meisterprüfung ablegen will. „Die Ausbildung ist vielseitig und anspruchsvoll. Man lernt nicht nur, wie man Getreide mahlt und verschiedene Mehlsorten herstellt, sondern auch, wie man die komplexen Maschinen wartet und repariert.“

50 Tonnen pro Tag verarbeitet
Mehr als 100 Landwirte beliefern die Familie mit Weizen, Roggen, Mais und Dinkel. Täglich werden bis zu 50 Tonnen zu Qualitätsmehl, das in verschiedenen Größen abgepackt und ausgeliefert wird, verarbeitet.

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