Krebs gilt als zweithäufigste Todesursache in Österreich – gleich nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Laut einer veröffentlichten Studie hat sich die Zahl der Krebserkrankungen bei den unter 50-Jährigen in den letzten drei Jahrzehnten um fast 80 Prozent erhöht – Tendenz steigend. Was die Gründe für diesen dramatischen Anstieg sind und weshalb diese Zahlen mit Vorsicht zu betrachten sind, darüber hat KronePLUS-Redakteurin Sandra Beck mit Onkologe Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig gesprochen.
Eine veröffentlichte Studie im „BMJ Oncology“ zweier Universitäten aus China und Schottland besagt, dass sich die Zahl der Krebserkrankungen bei den unter 50-Jährigen in den letzten drei Jahrzehnten um fast 80 Prozent erhöht hat. Und laut derselben Studie könnten die Zahlen in den nächsten Jahren auch weiter steigen. Anhand gesammelter Daten erwarten die Forschenden bis 2030 einen weiteren Anstieg um 21 bis 31 Prozent.
Droht eine „Krebs-Epidemie“?
Ein prominentes Beispiel ist Prinzessin Kate, die mit gerade mal 42 an Krebs erkrankt ist. Jung, fit, gesund – ihr Lebensstil gilt eigentlich als Vorzeigebeispiel. Laut dem amerikanischen Online-Medium „The Harvard Gazette“ ist Kate nicht allein. Diese titelt: „Dramatischer Anstieg bei Krebs unter 50“. Das US-National Cancer Institute spricht sogar von einer „Krebs-Epidemie bei Jungen“.
Fortschritt in der Forschung
Allerdings sind die Zahlen mit Vorsicht zu betrachten. Denn: In den letzten 30 Jahren ist die Gesamtpopulation der Weltbevölkerung um 40 Prozent gestiegen, bei gleichzeitigem Rückgang der Sterblichkeitsrate. Zudem hat sich auch in der Forschung einiges getan – Früherkennung und Diagnosen können früher getroffen werden.
Dies trägt vor allem in den Ländern des globalen Südens zu einem Anstieg der Krebserkrankten bei, denn früher wurde nicht jeder Krebskranke oder -tote als solcher diagnostiziert. Werden also dort die Möglichkeiten der Früherkennung besser, steigen auch die weltweiten Zahlen der Tumorerkrankungen rasant an.
Warum es so viele Krebserkrankungen bei den unter 50-Jährigen gibt, darüber können Experten und Expertinnen nur spekulieren. Was die Gründe dafür sein könnten und wie sich das Risiko minimieren lässt, darüber sprechen KronePLUS-Redakteurin Sandra Beck und Onkologe Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig vom Wilhelminen Krebsforschungsinstitut in der Klinik Ottakring in der neuen Podcast-Folge „Storyscanner“.
Welches Thema beschäftigt Österreich in dieser Woche besonders? Im Podcast„Storyscanner“ beleuchten unsere Krone+ Redakteurinnen und Redakteure ein Thema der Woche im Detail, analysieren Zusammenhänge und blicken hinter die Kulissen. Storyscanner hören – und bei den wichtigsten Themen mitreden können.
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