Staaten im Vergleich

Drei Dinge, die wir besser machen als Deutschland

Politik
20.06.2024 09:45
Porträt von krone.at
Von krone.at

Während der Regierung in Österreich „Arbeitsverweigerung“ (SPÖ-Chef Andreas Babler) vorgeworfen wird, kommen aus unserm Nachbarland anerkennende Worte. Sie schlage sich im Vergleich zur Ampel-Regierung nämlich in drei Bereichen besser, heißt es in einem „Bild“-Bericht.

Darunter sind demnach Pensionen, Energiepreise und der Zugang zum Arbeitsmarkt für Ukraine-Flüchtlinge. „Die Österreicher arbeiten bis zu fünf Jahre kürzer als wir – und kriegen dennoch mehr raus“, heißt es etwa. Nach 40 Jahren beträgt die Mindestpension für Alleinstehende fast 1600 Euro – ein Wert, der laut Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) ungefähr der deutschen Durchschnittsrente nach 45 Beitragsjahren entspricht. Er gab der deutschen Zeitung ein Interview. 

Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Kocher
Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Kocher(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

Hierzulande gehen Männer durchschnittlich mit 62,1 Jahren in den Ruhestand und erhalten 14 Mal jährlich 1856,08 Euro. Pensionistinnen bekommen im Schnitt 1310,74 Euro. In unserem Nachbarland beträgt das durchschnittliche Einkommen in der Pension für Männer 1332 Euro und für Frauen 118 Euro. Ausgezahlt wird der Bezug zwölfmal pro Jahr. Allerdings wird Österreicherinnen und Österreichern im Vergleich zu den Deutschen für die Pension auch mehr Geld vom Lohn abgezogen.

Strom und Tanken günstiger
Besser schlägt sich Österreichs Regierung der „Bild“ zufolge außerdem bei den Preisen für Strom und Tanken. Bei einem Jahresverbrauch von 2000 Kilowattstunden Strom müssten Deutschlands Haushalte im Vergleich 280,60 Euro mehr zahlen. Zudem sei der Anteil von erneuerbaren Energien hierzulande hoch.

Als drittes Beispiel nennt der Bericht den Zugang zum Arbeitsmarkt für Flüchtlinge aus der Ukraine. Die Rot-Weiß-Rot-Karte plus soll mehr Menschen in Arbeit bringen. Erhältlich ist sie für jene, die in den vergangenen zwei Jahren mindestens ein Jahr gearbeitet haben. Derzeit arbeitet ungefähr jede dritte geflüchtete Person (30 Prozent) aus der Ukraine. In Deutschland sprach Kanzler Olaf Scholz vor Kurzem von einer ähnlichen Garantie.

„Die Zeiten, in denen das kleine Österreich voller Bewunderung auf den Wirtschaftsgiganten Deutschland geblickt hat, sind lange vorbei“, schrieb die „Bild“-Zeitung am Mittwochabend.

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