Der Große Saal bebte

Sounds of Carinthia: Musikalischer Sonnenstrahl

Kärnten
14.06.2024 18:45

In Kärnten ist die Sonne aufgegangen!  Und zwar ab dem Moment, wo rund  300 Buben und Mädchen der Musikschulen des Landes auf der Konzerthausbühne bei „Sounds of Carinthia“ präsentierten, was sie musikalisch so alles drauf haben. Es hagelte Applaus! Nach dem bunten Reigen musikalischer Vielfalt auf der Bühne gab es für die Talente, die auch ein ganz großer Schlagwerker begleitet hatte, Standing Ovations.

„Es ist darum gegangen den Buben und Mädchen, die die Talentschmiede des Landes besuchen eine Plattform zu geben. Eine Bühne dafür, die Vielfalt des breiten, qualitiativen Angebotes zu präsentieren und daraus eine musikalische Erlebnisreise zu machen“, sagt Julia Malischnig, Leiterin der noch jungen Abteilung für künstlerische Entwicklung beim Land Kärnten. Soviel Begeisterung, Freude, Musikalität an einem Platz gibt es selten. Daher ging doch tatsächlich, nach den vielen grauen, nassen Regentagen über dem Klagenfurter Konzerthaus, das bis zum letzten Platz gefüllt war, die Sonne auf. „Musik ist der allergrößte Ausdruck von Freude, diese Freude der Talente die  bei unseren Standorten ausgebildet werden, wollten wir auf die Bühne bringen“, so die Gitarristin. 

Musikalischer Sonnenstrahl 
Bereits nach dem fulminanten Start mit dem Ensemble Schlagabtausch ging Donnerstag auf der Bühne und über Kärnten die Sonne auf. „Wir wollten die bunte Vielfalt der Musik, die in den 68 Talentschmieden des Landes von 461 Musiklehrern qualitativ weiter gegeben werden präsentieren“, sagt der Leiter der Musikschulen Gernot Ogris. Eine große Aufgabe für die Musiklehrer, die in Kärnten immerhin 14.027 Buben und Mädchen unterrichten. Vom Kontrabass über Klavier, Geige, Cello bis hin zu Blockflöte, Zither, Harfe, Harmonika, Akkordeon bis hin zu Schlagwerk und Co. „Die Vielfalt der Instrumentenfamilien ist groß, wir wollten einen Bogen spannen, vorstellen wie bunt und kreativ das Angebot ist, so Ogris. In den Reihen der Musikschulen finden jährlich 1000 Konzerte, Vorspielabende statt: „Wir sind überall dabei, wo die Öffentlichkeit vertreten ist. Das beginnt bei der Feier im Altersheim und endet bei Festen wo Musik als Angebot integriert ist.“  

Im Konzerthaus präsentierten sich riesige, noch nie da gewesene Gruppen,  wie etwa der musik.experimente-Chor der VS St. Ursula, Blockflöten- Saitenblicke- und Holzbläserorchester. „Für die Talente ist es wichtig, bei einer so außergewöhnlichen Erlebnisreise dabei zu sein, betont Malischnig. Von der Moonlight Serenade, über Israelische Volksweisen bis hin zu Fendrichs I am from Austria.

Mitten drin ein Star
Erstmals im Konzerthaus zu hören war auch die Jugendbrassband und das Jugendjazzorchester Kärnten. Und mitten drin  die Schlagwerklegende Martin Grubinger, der den Talenten sozusagen sein Charma aber auch seinen Marimbaklang geschenkt hatte. Auf der Bühne glänzten auch einige Preisträger der Landeswettbewerbe prima la musica- und aus den Reihen der Volksmusik, die die „Kärntner Krone“ auch seit vielen Jahren begleitet.

„Cellissimo“ – 58 Cellisten auf einer Bühne. Die Musiker reisten aus zahlreichen Musikschulstandorten des Landes an. (Bild: Evelyn Hronek)
„Cellissimo“ – 58 Cellisten auf einer Bühne. Die Musiker reisten aus zahlreichen Musikschulstandorten des Landes an.
Fuxteiflsmusi – die jungen Volksmusikanten haben bereits Preise abgeräumt und bereiten sich für den Volksmusikwettbewerb in Innsbruck vor. (Bild: Evelyn Hronek)
Fuxteiflsmusi – die jungen Volksmusikanten haben bereits Preise abgeräumt und bereiten sich für den Volksmusikwettbewerb in Innsbruck vor.
Der Chor musik-experimente-integrativ Plus der privaten Volksschule St. Ursula. (Bild: EVELYN HRONEK)
Der Chor musik-experimente-integrativ Plus der privaten Volksschule St. Ursula.
Julia Malischnig hatte die Idee für Sounds of Carinthia. Es wir einen nächsten Anlauf geben. (Bild: EVELYN HRONEK)
Julia Malischnig hatte die Idee für Sounds of Carinthia. Es wir einen nächsten Anlauf geben.
Gernot Ogris, Leiter der Musikschulen des Landes wo 461 Musikpädagogen großartige Arbeit leisten. (Bild: EVELYN HRONEK)
Gernot Ogris, Leiter der Musikschulen des Landes wo 461 Musikpädagogen großartige Arbeit leisten.
Schlagabtausch: die jungen Schlagwerker wurden von Schlawerker Martin Grubinger unterstützt. Der Professor vom Mozarteum hat Kärnten seine Zeit geschenkt. (Bild: EVELYN HRONEK)
Schlagabtausch: die jungen Schlagwerker wurden von Schlawerker Martin Grubinger unterstützt. Der Professor vom Mozarteum hat Kärnten seine Zeit geschenkt.

Prima la musica-Managerin Lisa Leitich: „Die Besten der Besten spielen sich in den Jahren ihres Fleißes zur Elite hoch. Diese Früchte ernten wir bei den Landeswettbewerben aber auch über den Exzellenzcluster des Landes, wo Talente durch mehr Unterrichtsstunden gefördert werden. Diese Woche haben 70 Musiker vor den Juroren ihr Talent bewiesen. Bildung sei ja ein Meilenstein für die Persönlichkeitsförderung. Eveline Schuler, seit über 40 Jahren Harfenlehrerin in Klagenfurt betonte: „Das Schönste bei der Musik ist das Strahlen der Schüler nach einem Auftritt zu erleben.“ Oft bleiben Talente von der Volksschule bis zur Matura in der Schmiede: „Dann gehen sie meist andere Wege. Viele schaffen es bei der Musik zu bleiben oder vertiefen gar ihre Ausbildung an Universitäten.“ 

Kärntens Frank Sinatra
Auch Kärntens junger Frank Sinatra, alias Clemens Kainz (Vocal) eroberte die Herzen des tobenden Publikums im Konzerthaussaal. „Ihr seid ein musikalischer Sonnenstrahl, was ihr auf der Konzerthausbühne geschafft habt war großartig“, so Malischnig. Einzigartig auch die „Eye of the Tiger“-Klangbrise vom 58-köpfigen Celliorchester namens „Cellissimo“. 300 Buben und Mädchen sind auf die Bühne getreten. Es hagelte Applaus und das Publikum bedankte sich mit Standing Ovations. Im Konzerthaussaal brodelte es wie in einem Hexenkessel. 

Trommellegende Martin Grubinger
Ein ganz Großer machte der Jugend ein Geschenk

Es ist mir eine Ehre, dabei zu sein, wenn der Klang Kärntens präsentiert wird“, so die Worte von Martin Grubinger, der seine Konzertkarriere, nein, es waren über 30 Jahre Hochleistungssport an der Trommel, im Vorjahr beendet hatte. Bei „Sounds of Carinthia“ feierte der Universitätsprofessor des Mozarteums ein mehrminütiges Comeback. „Es ist ein Geschenk, mit so vielen jungen Menschen auf der Bühne zu stehen“, sagt Grubinger, der den Talenten sozusagen Zeit geschenkt hat.

Ein Comeback wird es nicht geben: Das war ein Geschenk für die Musiker-Jugend von Kärnten. (Bild: EVELYN HRONEK)
Ein Comeback wird es nicht geben: Das war ein Geschenk für die Musiker-Jugend von Kärnten.
Martin Grubinger, Professor am Mozarteum in Salzburg trommelte mit Schülern der Musikschulen im Klagenfurter Konzerthaus. (Bild: Evelyn Hronek/EVELYN HRONEK)
Martin Grubinger, Professor am Mozarteum in Salzburg trommelte mit Schülern der Musikschulen im Klagenfurter Konzerthaus.

Die schönste Sprache der Welt
Der 41-Jährige: „Musik ist das Beste, das schönste Lebenselixier. Es ist die einzige Sprache, die die ganze Welt spricht.“ Der Salzburger sieht es als größten Auftrag für die Politik, „dass unsere Kinder mit Musik in Berührung kommen.“ Der Trommelstar verwöhnte die Musikschulen neben seinem Charisma mit Marimbaklang. „Ein weiteres Comeback wird es kaum geben.“ Als Vater von Noah (13) steht er nun oft vor der Bühne: „Und ich zittere mit

Mit seiner App MyGroove erobert Grubinger die Welt: „So können wir von der unnötigen Zeit, die unsere Jugend im Netz verbringt, etwas abknabbern, um es mit Musik ins Positive zu wandeln.“ Grubinger wird von weltbekannten Musikern unterstützt, die mit der Jugend übers Internet musizieren.

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