Herr K. ist unbelehrbar: 1983 begann er seine Verbrecherkarriere mit Einbrüchen. Auch 29 Jahre und etliche Gefängnisaufenthalte später änderte sich daran nichts: Kaum saß er vor Gericht, gelobte er Besserung, kaum war er dann aber wieder in Freiheit, ging es wieder von vorne los.
Drei Euro hier, ein Fünfziger dort
"Es ist bei ihm eine typische Beschaffungskriminalität", spielte sein Verteidiger auf Herrn K.s Drogenprobleme an. "Er könnte ja den großen Bruch begehen, damit einmal Ruhe wär' - aber nein, er macht ständig die kleinen Coups."
Gasthäuser, Büros, auch Schulen - österreichweit hatte der Kärntner auf der jüngsten Tour zugeschlagen. Die Beute war zum Teil mickrig: drei Euro hier, ein Fünfziger dort. Die Opfer bemühten sich daher gar nicht zum Prozess - einzig die Finanzprokuratur schickte eine Juristin, um für einen Schuleinbruch Schadenersatz einzutreiben.
"Wie geht's weiter?", fragte der Rat. "Positiv. Im Gefängnis erhole ich mich", sagt Herr K. Das Urteil: dreieinhalb Jahre Haft.
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