"Europa braucht Freiheit" lautet der Titel des neuesten Werks des tschechischen Präsidenten, das er am Mittwoch im Haus der Industriellenvereinigung in Wien präsentierte. Kurz zuvor nahmen Elitepolizisten der Cobra vor dem Gebäude am Schwarzenbergplatz zwei Verdächtige fest, die Flugzettel verteilten. Bei der Einvernahme von Pavel V. stellte sich rasch heraus, dass es sich bei dem 26-Jährigen um jenen Mann handelte, der im tschechischen Chrastava am 28. September für eine Sicherheitspanne gesorgt hatte.
"Wollte zeigen, dass er Klaus hätte töten können"
Hinter dem Rücken der Leibwächter hatte der Mann eine Pistole gezogen und auf den Präsidenten gefeuert - allerdings mit Plastikkugeln. Die peinliche Schlappe der Bodyguards führte gar dazu, dass der Chef der Leibwächter zurücktreten musste. "Mit dem 'Softgun-Anschlag' wollte der Attentäter aufzeigen, dass er den Staatspräsidenten jederzeit - auch mit einer scharfen Waffe - hätte töten können", erklärte dazu ein Sprecher des Innenministeriums gegenüber der "Krone".
Österreichs Exekutive war nun bereits vorgewarnt und nahm den Mann fest, noch ehe Klaus zu der Buchpräsentation eintraf. Experten des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung befragten das tschechische Duo im Anschluss nach ihren Motiven und Plänen. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag gegenüber krone.at erklärte, gebe es bisher allerdings keine Indizien, die auf eine erneut geplante Attacke auf Klaus hindeuten würden.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.