Die Spritpreisverordnung besagt: Benzin an Österreichs Tankstellen darf lediglich einmal pro Tag, nämlich bis 12 Uhr, erhöht werden - Preissenkungen sind jederzeit möglich. Trotzdem melden sich immer wieder heimische Autolenker bei der "Krone" und erklären verärgert: "Viele Tankstellenbetreiber halten sich nicht ans Gesetz. Sie geben im Internet spottbillige Benzinpreise an und locken uns damit. Und wenn wir dann da sind, müssen wir auf einmal tiefer in die Tasche greifen."
Die "Krone"-Redaktion ging diesem Vorwurf nach - und tatsächlich: Auch wir machten die gleiche Erfahrung wie unsere Leser. So kostete am Freitagnachmittag um 12.45 Uhr laut spritpreisrechner.at ein Liter Super bei einer Tankstelle in Wien-Döbling 1,353 Euro. Als wir jedoch eine Stunde später vor Ort waren, mussten wir 1,374 Euro (siehe Faksimile) zahlen. Nicht die Welt, aber hier geht es ums Autofahrer-Prinzip.
Derselben Meinung ist auch E-Control-Vorstand Martin Graf (Bild). "Das widerspricht schlichtweg der Spritpreisverordnung des Wirtschaftsministers. Denn die Preisänderung wurde uns offenbar nicht bekannt gegeben. Der Betreiber muss definitiv mit einer Verwaltungsstrafe rechnen", erklärt der Behördenleiter. Weitere "Benzin-Opfer" könnten sich darüber hinaus jederzeit direkt an die E-Control wenden, so Graf.
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