Autofahrer empört

Schummelei von Tankstellen bei Spritpreisen im Netz

Österreich
10.11.2012 17:13
Autofahrer können ein (empörtes) Lied davon singen: Zuerst suchen sie per Spritpreisabfrage die günstigste Tankstelle in der Nähe - und sobald sie an der Zapfsäule stehen, ist das Benzin plötzlich doch teurer. Obwohl diese Taktik ab 12 Uhr strikt verboten ist, halten sich einige Tankstellen nicht daran, wie ein Test der "Krone" zeigt.

Die Spritpreisverordnung besagt: Benzin an Österreichs Tankstellen darf lediglich einmal pro Tag, nämlich bis 12 Uhr, erhöht werden - Preissenkungen sind jederzeit möglich. Trotzdem melden sich immer wieder heimische Autolenker bei der "Krone" und erklären verärgert: "Viele Tankstellenbetreiber halten sich nicht ans Gesetz. Sie geben im Internet spottbillige Benzinpreise an und locken uns damit. Und wenn wir dann da sind, müssen wir auf einmal tiefer in die Tasche greifen." 

Die "Krone"-Redaktion ging diesem Vorwurf nach - und tatsächlich: Auch wir machten die gleiche Erfahrung wie unsere Leser. So kostete am Freitagnachmittag um 12.45 Uhr laut spritpreisrechner.at ein Liter Super bei einer Tankstelle in Wien-Döbling 1,353 Euro. Als wir jedoch eine Stunde später vor Ort waren, mussten wir 1,374 Euro (siehe Faksimile) zahlen. Nicht die Welt, aber hier geht es ums Autofahrer-Prinzip. 

Derselben Meinung ist auch E-Control-Vorstand Martin Graf (Bild). "Das widerspricht schlichtweg der Spritpreisverordnung des Wirtschaftsministers. Denn die Preisänderung wurde uns offenbar nicht bekannt gegeben. Der Betreiber muss definitiv mit einer Verwaltungsstrafe rechnen", erklärt der Behördenleiter. Weitere "Benzin-Opfer" könnten sich darüber hinaus jederzeit direkt an die E-Control wenden, so Graf.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Österreich
10.11.2012 17:13
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung