Sieg bei Song Contest
Schweizer diskutieren über drittes Geschlecht
Nach dem Sieg des Schweizers Nemo beim Eurovision Song Contest ist in unserem Nachbarland die Debatte über den dritten Geschlechtseintrag neu entbrannt. Mehrere zehntausend Menschen sollen sich weder als Frau noch als Mann definieren.
Das sagte Sandro Niederer vom Transgender Network Switzerland, der auf Verbesserungen für sogenannte nonbinäre Personen hofft. Das Ziel wäre ein dritter oder alternativ gar kein Geschlechtseintrag für die Betroffenen. Nonbinäre würden Diskriminierung erleben, aber inzwischen auch Gehör finden, wie der Sieg von Nemo zeige. Die Gesellschaft sei bereit, sich anzupassen.
Justizminister will Nemo treffen
Nemo setzt sich ebenfalls für einen dritten Geschlechtseintrag in der Schweiz ein. Der Künstler wurde am späten Sonntagabend von etwa hundert Fans am Flughafen Zürich begrüßt. Viele hatten Transparente und Flaggen dabei, die in den Nonbinären-Farben gelb, weiß, violett und schwarz gehalten waren. Der Empfang sei „mega“ gewesen, freute sich Nemo. „Es zeigte mir, wie schön es ist, Teil einer Community zu sein.“
Menschen, die sich weder als Mann noch als Frau fühlen, bräuchten eine Stimme und müssten gehört werden. Der Bieler hatte im November gesagt, nonbinär zu sein (siehe Video oben).
Nun will sich der Schweizer Justiz- und Polizeiminister sowie SP-Bundesrat Beat Jans mit ihm zu einem Gespräch treffen. Nemo freut sich laut eigener Aussage bereits auf einen baldigen Kaffee mit dem Minister.










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