Mo, 22. Oktober 2018

Wehrpflicht-Frage

04.10.2012 15:05

Militärbischof will bloß, dass rasch entschieden wird

Militärbischof Christian Werner will sich nicht dazu äußern, ob er die allgemeine Wehrpflicht oder ein Berufsheer präferiert. Er wolle sich nicht auf ein Modell festlegen, erklärte er am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Durch die im kommenden Jahr anstehende Volksbefragung bestehe derzeit aber ein "Unsicherheitsstatus" unter den Soldaten, da unklar sei, wie es weitergehe. "Daher ist die Entscheidung der Bundesregierung eine sehr wichtige und sollte so bald wie möglich fallen", mahnte der Bischof.

Verunsicherungen ortet der Bischof vor allem bei den Familien der Soldaten, da diese nicht wissen würden, wie das System in Zukunft aussehen wird. "Viele Familien von Miliz und Berufssoldaten sind sehr besorgt, weil man nicht planen kann", sagte er.

Bischof will ein "Ja zur bewaffneten Landesverteidigung"
Grundsätzlich sei es wichtig, dass man "Ja sagt zur bewaffneten Landesverteidigung", betonte Werner. "Weil wir haben gesehen, bei Einsätzen in Ghana und Afghanistan, dass wir hier wirklich die anderen Menschen schützen müssen", verwies der Bischof auf die Auslandseinsätze der österreichischen Soldaten. Wichtig sei aber auch die Frage, wie es mit dem Zivildienst weitergehe, erklärte er.

Auch in Hinblick auf die anstehende Entscheidung für oder gegen die Wehrpflicht ist seitens des Militärbischofs geplant, im Herbst 2013 eine Diözesansynode abzuhalten, an der Gläubige aus ganz Österreich teilnehmen sollen. Ziel ist, ein neues Pastoralkonzept zu erarbeiten. Darin sollen etwa künftige Schwerpunkte der militärischen Seelsorge festgelegt werden.

Pastoralrat zu einem Drittel mit Frauen besetzt
Stolz zeigten sich Werner, aber auch der Leiter des Instituts für Religion und Frieden der österreichischen Militärseelsorge, Werner Freistetter, über die Neubesetzung der sogenannten "bischöflichen Räte" der Militärdiözese: Der Pastoralrat, der den Bischof in seelsorgerischen Initiativen berät, sei zum ersten Mal zu einem Drittel mit Frauen besetzt.

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