Gegen Hisbollah

Israel hat „Offensivaktion“ im Libanon gestartet

Ausland
24.04.2024 15:55

Ist das die nächste Eskalation in Nahost? Die israelische Regierung hat vor Kurzem bekannt gegeben, dass eine „Offensivaktion“ gegen die islamistische Miliz Hisbollah im Süden des Libanon gestartet worden sei.

Verteidigungsminister Yoav Gallant erklärte, in der Region sei mittlerweile die Hälfte der örtlichen Hisbollah-Führungsebene getötet worden. Den Angaben zufolge flog die Luftwaffe Angriffe gegen Dutzende Ziele – darunter Waffendepots der Miliz. Das Ziel sei die „Zerstörung der Hisbollah-Infrastruktur“ in der Nähe zur israelischen Grenze. Unklar bleibt jedoch, ob israelische Bodentruppen auf libanesisches Gebiet vorgedrungen sind.

Hisbollah feuert Dutzende Katjuscha-Raketen ab
Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von 13 israelischen Angriffen in der Gegend um Aita ash-Shaab und nahe gelegener Ortschaften. Wenige Stunden zuvor hatte die Hisbollah ihrerseits den Abschuss Dutzender Raketen vom Typ Katjuscha auf Israel gemeldet. Dies begründete die Miliz mit dem Tod zweier Zivilisten, die bei einem israelischen Angriff getötet worden seien. 

Beinahe tägliche Gefechte
Seit dem Beginn des Krieges zwischen Israel und der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen gibt es auch fast täglich Gefechte zwischen der vom Iran unterstützten und mit der Hamas verbündeten Hisbollah im Libanon und der israelischen Armee. Dabei kamen auf beiden Seiten sowohl Kämpfer bzw. Soldaten als auch Zivilisten ums Leben. Zehntausende Menschen wurden auf beiden Seiten der Grenze vertrieben.

Rafah-Offensive: Alle Vorbereitungen getroffen
Im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Hamas teilte ein hochrangiger Verteidigungsbeamter der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass Israels Militär alle notwendigen Vorbereitungen getroffen hat, um in die Stadt Rafah einzudringen. Die Stadt im südlichen Gazastreifen gilt als die letzte Bastion der Hamas im gesamten Gebiet. Man könne eine Operation starten, sobald die Genehmigung der Regierung da ist, so der Beamte.

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