Nach Nahost-Eskalation
Neue Atomverhandlungen mit dem Iran?
Der Iran steht Berichten zufolge im Kontakt mit den USA, um wieder über das Atomprogramm des Mullah-Regimes zu verhandeln. Unter dem Titel „Rettung des Abkommens mitten in einer Kriegskrise“ berichtete die Tageszeitung „Shargh“ am Sonntag unter Berufung auf informierte Quellen, dass die iranische UN-Mission in New York Gespräche koordiniere.
Offiziell gibt es bisher keine Bestätigung. Allerdings gab Irans Außenminister Hussein Amirabdollahian am Samstag zu, dass während seines Aufenthalts in New York auch Gespräche über das Atomabkommen geführt worden seien. Er gab jedoch keine weiteren Details bekannt, auch nicht, ob die Gespräche mit Vertretern der USA geführt wurden oder nicht. Er sagte jedoch, dass der Iran an einer „diplomatischen Lösung“ der Konflikte in Nahost interessiert sei.
Militärkonflikt mit Israel als Druckmittel?
Aus Sicht von Kommentatoren will die Führung in Teheran den jüngsten Militärkonflikt mit Erzfeind Israel als Druckmittel nutzen, um das Wiener Atomabkommen von 2015 wiederzubeleben. Demnach soll es für eine vom Westen geforderte Deeskalation im Gegenzug neue Atomverhandlungen geben. Deren Ziel sei es, die für den Iran lähmenden Sanktionen aufzuheben. Auch der geplante Teheran-Besuch des Chefs der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, wird im gleichen Zusammenhang gesehen.
Nach US-Ausstieg aus Atomabkommen ging es bergab
Nach dem Wiener Atomdeal von 2015 und Aufhebung der Sanktionen ging es mit der angeschlagenen iranischen Wirtschaft kurzfristig wieder aufwärts. Besonders der Ölexport, Haupteinnahmequelle des Landes, lief wieder relativ normal. Aber seit dem Ausstieg der USA aus dem Deal 2018 – damals unter Präsident Donald Trump – und der Verhängung neuer Sanktionen, steckt das eigentlich ölreiche Land in der schlimmsten Finanzkrise seiner Geschichte. Die nationale Währung Rial hat seitdem mehr als 60 Prozent an Wert verloren.









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