Stromüberschlag

Student geriet in Oberleitung und verbrannte hilflos

Österreich
17.09.2012 08:52
Zu einem tödlichen Stromunfall ist es in der Nacht auf Montag am Innsbrucker Frachtenbahnhof gekommen. Ein 26-jähriger Ukrainer geriet bei dem Versuch, über einen Güterwaggon zu klettern, in die Nähe der Oberleitung, wodurch es zu einem sogenannten Stromüberschlag kam. Der Student fing dadurch Feuer und verbrannte hilflos.

Der 26-Jährige war in der Nacht gemeinsam mit einem Bekannten, einem Studenten aus Polen, auf dem Weg zur Unterkunft gewesen - die beiden Burschen hatten einige Urlaubstage in Innsbruck verbracht. Dabei dürften sie sich verirrt haben, landeten am Frachtenbahnhof und nahmen eine Abkürzung über die Gleise.

Plötzlich fasste der 26-Jährige einen folgenschweren Entschluss und kletterte auf einen der abgestellten Waggons, dabei dürfte er laut Feuerwehr in die Nähe der Oberleitung geraten sein. Nach Angaben von Augenzeugen gab es einen explosionsartigen Knall und eine Stichflamme - der Student verbrannte hilflos.

Sein Leichnam konnte erst geborgen werden, nachdem die Oberleitung abgeschaltet und geerdet worden war, schilderte Einsatzleiter Josef Hundsbichler von der Berufsfeuerwehr Innsbruck. Schon wenn man sich einer Oberleitung bis auf einen Abstand von einem Meter nähere, könne es zu einem derartigen Stromüberschlag kommen.

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