"Die Prinzessin ist traurig", lautete etwa der Titel in der Tageszeitung "El Mundo". "El Pais" wiederum vermutet, dass Ronaldo gekränkt ist, weil ihn einige Real-Spieler wie Iker Casillas und Sergio Ramos nicht als unumstrittenen Anführer anerkennen.
Da viele Spanier von der Euro-Krise stark betroffen sind, ist das Verständnis für den Multimillionär denkbar gering. Jeder zweite Einwohner unter 25 Jahren ist derzeit arbeitslos, die "La Vanguardia" nennt die Jammerei deshalb "launisch und unangebracht".
Am treffendsten hat sich aber Trainer-Legende Carlos Rexach ausgedrückt, der am Dienstag sagte: "Wenn Cristiano traurig ist, sollten die Menschen auf die Straße gehen und weinen? Er hat alles und kann vom Leben nicht mehr erwarten. Er ist fit, gut gebaut, hat Geld, Erfolg und ist einer der besten Spieler der Welt. Ich weiß nicht, was er noch will. Wenn einer wie er traurig ist, ist das ein Frevel."
Am Geld liegt's offenbar nicht
Ronaldo hat sich inzwischen wieder zu Wort gemeldet. Seine Traurigkeit habe nichts mit Geld zu tun, bekräftigte der Portugiese am Dienstagabend. "Ich werde angeklagt, mehr Geld zu wollen. Aber es wird sich eines Tages zeigen, dass dies nicht der Fall ist", meinte Ronaldo, der auch klarstellte: "Ich garantiere allen Fans von Real Madrid, dass meine Motivation, Hingabe, mein Engagement und der Wunsch, alle Titel zu gewinnen, nicht beeinträchtigt sind."
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