"Die Leute, die hier arbeiten, wissen worum es geht. Mehr sage ich dazu nicht", so Ronaldo weiter. Nichts zu tun habe seine Gemütslage jedenfalls mit der verpassten Auszeichnung zu Europas Spieler der Saison. Die Trophäe hatte am Donnerstag Andres Iniesta vom FC Barcelona eingeheimst. Spaniens Presse vermutete sogleich Schlimmes: Der teuerste Kicker der Welt soll mit seinen Teamkollegen nicht das beste Verhältnis pflegen und Madrid verlassen wollen.
Bereits Samstag soll sich der 2009 um 94 Millionen Euro von Manchester United verpflichtete Portugiese mit Real-Präsident Florentino Perez getroffen haben. Laut der gewöhnlich gut informierten Radiostation "Cadena Ser" sei Thema gewesen, dass Ronaldo die vollste Unterstützung seiner Teamkollegen vermisse. Auch habe der 27-Jährige, der netto zehn bis elf Millionen Euro jährlich verdienen soll, ein verbessertes Gehalt gefordert.
Wenig Verständnis seitens Spaniens Presse
Die Presse zeigte nicht unbedingt Verständnis für die Vorgehensweise des Real-Stars. "CR7 verunsichert Madrid und aktiviert die Alarmglocken", schrieb die "Marca". Im Konkurrenzblatt "AS" zeigte man sich ebenfalls skeptisch: "Es erscheint respektlos gegenüber seinen Kollegen und den Fans, wegen Dingen verärgert zu sein, die man nicht benennen will. Wenn er mehr Geld will, dann soll er das einfach sagen."
Ronaldo wird eine Antwort wohl schuldig bleiben. Der im Finish gegen Granada aufgrund eines Schlags auf den Oberschenkel ausgetauschte Offensivspieler reiste am Montag ins portugiesische Teamcamp. Am Freitag steht für den EM-Halbfinalisten der Startschuss zur WM-Qualifikation gegen Luxemburg auf dem Programm.
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