Wieder ein Windparkprojekt in einer neuen Zone, statt bestehende zu erweitern: Bei der Planung von „Dürnkrut IV“ ist man aber – im Wortsinn – doch einen Schritt zu weit gegangen. Und zwar in die Nähe eines derart heiklen Naturgebietes, dass sich nun sogar BirdLife lautstark eingeschalten hat: Im Genehmigungsverfahren wird man dagegen stimmen.
Hinter vorgehaltener Hand wird gesagt, dass die Vogelschutzorganisation das in dieser Form nicht so oft tut – vielmehr lege man den Fokus auf eine Schaffung von naturgerechter, naher Ausweichgebiete für die betroffene Fauna.
Zu viele seltene Vögel verderben Propeller-Pläne
Aber: „Dieser Windpark liegt im Gebiet March-Thaya-Nord – das ist eine sogenannte Ausschlusszone, um der vogelkundlichen Bedeutung des Gebiets gerecht zu werden. „Dort sind Kaiser- und Seeadler, Sakerfalke sowie auch der Rotmilan durch den angestrebten Ausbau besonders betroffen – das sei zu viel“, so BirdLife-Sprecher Matthias Schmid.
„Nicht an jedem Platz Windanlagen aufstellen“
„Mit rund 110 Anlagen auf 487 km² weist diese Region einer der höchsten Dichten an Windkraftanlagen in Österreich dar“, erläutert Schmid. Bei aller Notwendigkeit alternativer Energieerzeugung gäbe es Grenzen: BirdLife kündigt daher ein starkes Veto bei der Umweltverträglichkeitsprüfung an.
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