Als Eisenbahnerbua in die weite Welt: der Sänger und Pianist Louie Austen, 77, feiert am kommenden Samstag im Wiener Metropol sein 50-jähriges Bühnenjubiläum.
Keine Spielzeugeisenbahn, sondern ein Akkordeon wünschte sich einst der achtjährige Alois Luef, der am 19. September 1946 in Wien das Licht der Welt erblickte. Und obwohl das musikalische Talent bereits damals unüberseh- bzw. hörbar war, bestanden seine Eltern auf die klassische Ausbildung in Form eines Ingenieurstudiums – das er jedoch abbrach, um sich fortan am Konservatorium dem Studium von Gesang und Schauspielerei zu widmen.
Nach erfolgreichem Abschluss samt „Bühnenreifeprüfung“ zieht es ihn dann in den 70er-Jahren in die Welt hinaus: Südafrika, Australien, New York, mit seinen Clubs, wo er unter anderem mit der Harlem Blues and Jazz Band auftritt – und schließlich Las Vegas, wo er sich auf die Spuren von Frank Sinatra und Dean Martin begibt.
1989 dann die Rückkehr nach Wien, wo er zur swingenden Entertainergröße, zuerst im Wiener Hotel Hilton, später im Marriott wird. Und das, obwohl er nie vor Publikum singen wollte, wie er launig im „Krone“-Gespräch verrät. Sein Markenzeichen fortan: weißer Anzug und weißer Hut, gepaart mit umwerfender Lässigkeit.
Sein großer Durchbruch, der ihn international bekannt machte, erfolgte schließlich 1999 mit dem Beginn der Zusammenarbeit mit den Electronic Produzenten Patrick Pulsinger und Mario Neugebauer. Sein Debütalbum „Consequences“ wird ein Riesenerfolg, der auch Louie Austen überrascht und seine Karriere in neue Sphären katapultiert.
Wie ihm das alles gelang? „Mit Glück“, lacht Austen, der nun 50 Jahre Bühnenjubiläum im Wiener Metropol feiert. Was bedeutet das für ihn? „Meine Dankbarkeit für alle Menschen, die mir in all den Jahren geholfen haben, zu diesem wunderschönen, großartigen Leben“, sagt Austen. Denn dass er „als kleiner Eisenbahnerbua“ im Burgtheater drei Jahre „Höllenangst“ und beim Jazzfest in der Wiener Staatsoper spielte, lässt ihn noch heute „vor Ehrfurcht und Dankbarkeit erschauern, dass ihm das in seinem Leben passiert ist!“
Was ihn so frisch und jugendlich hält? „Ganz einfach“, strahlt er, „nicht aufhören zu arbeiten!“, und erzählt sofort von zig Projekten, die er demnächst angehen will. Einen großen Traum hat er auch: „Mit dem Christian Kolonovits und großem Orchester bei den Wiener Festwochen Karl-Hodina-Lieder spielen!“
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