Nach der 1:2-Heimpleite gegen die WSG Tirol hat die Austria jetzt bereits fünf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. In den ersten 60 Minuten im Westderby spielte die Mannschaft desolat. Am Ende wachte die Heraf-Elf auf, aber da war es bereits zu spät.
„Lafnitz, wir kommen“ und ähnliche Kommentare waren noch während des Spiels im Austria-Fanforum zu lesen. Einige haben offenbar schon die Hoffnung aufgegeben, dass Lustenau den Klassenerhalt doch noch schafft. Die Fans im Stadion dachten da anders. Sie feierten ihr Team trotz der 1:2-Niederlage nach Schlusspfiff.
Schade: Hätte Lustenau so gespielt, wie in der letzten Viertelstunde, hätte das Resultat vielleicht ganz anders ausgeschaut. Mit einem 0:2 im Nacken und einem Mann weniger gingen die Heraf-Mannen All-in. Doch mehr als der Anschlusstreffer durch Yadaly Diaby in der Nachspielzeit nach schöner Einzelaktion war nicht mehr drin. Am Ende bleibt eine bittere Enttäuschung und die Tatsache, dass jetzt der Klassenerhalt noch mehr zur „Mission Impossible“ wird. Denn die Austria hat jetzt bereits einen Rückstand von fünf Punkten „aufgerissen“.
So wie sich Lustenau am Karsamstag lange Zeit präsentierte, hat die Mannschaft auch nichts in der Liga verloren. Denn der Gegner zeigte wenigstens einen Ansatz von Fußball – der Siegeswille und die Bemühungen, ein Tor zu erzielen, war beim Team von Trainer Thomas Silberberger mit Spielbeginn wesentlich ausgeprägter. Die Austria hingegen hatte außer Bälle wegschlagen nicht viel zu bieten. Sichtlich brachte der frühe Ausfall von Matthias Maak, der nach neun Minuten wegen Wadenproblemen vom Platz musste, das Team aus dem Konzept.
Überrumpelte Abwehr
Die Heraf-Elf wirkte hilf- und planlos – eine Offenbarung Richtung 2. Liga. Ein langer Pass genügte der WSG, um die Abwehr zu überrumpeln. Prelec (42.) nützte die Chance zum 0:1. Kurz nach der Pause flog Boateng nach Torraub vom Platz, dann wehrte Meisl im Strafraum mit der Hand ab. Den Elfer – nach VAR-Check – verwandelte Buksa sicher. Erst dann löste sich Lustenau von seinen Fesseln. Zu spät.
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