Zwei Beamte wollten nach einem Tipp aus der Szene einen Algerier (27) kontrollieren. Sie wussten, dass er dealt, und hatten auch zwei Zivilstreifen als Unterstützung in der Nähe postiert. Der Algerier schöpfte aber Verdacht und flüchtete so schnell er konnte Richtung Kreuzung Vogelweider- und Sterneckstraße. Die Polizisten liefen ihm nach und feuerten drei Warnschüsse in die Luft ab.
"Bekam es natürlich mit der Angst zu tun"
Gleichzeitig fuhr eine der Zivilstreifen los und rammte auf der Kreuzung ein Auto. "Ich bekam es natürlich mit der Angst zu tun. Im nächsten Moment, als ich losfahren wollte, rammte mich plötzlich mitten auf der Kreuzung ein VW Passat", schilderte der Lenker des unbeteiligten VW Bora, Milan Zipkovic (57). Aus dem Fahrzeug der Zivilstreife stiegen zwei Fahnder aus. Der flüchtende Algerier rannte mittlerweile die Vogelweiderstraße entlang, hinter ihm nach wie vor die Polizisten. "Während sie mir erklärten, dass sie Polizisten sind, fielen noch einmal Schüsse", so Zipkovic.
Drogen in Busch entdeckt
Schließlich gelang es den Polizisten, den Algerier einzuholen und festzunehmen. "Wo sind die Drogen?", wollten die Beamten wissen. Doch der Mann hatte nichts mehr bei sich - er hatte das Suchtgift auf der Flucht weggeworfen. Die Beamten forderten einen Diensthundeführer an. Doch der Vierbeiner musste gar nicht mehr suchen, die Polizisten fanden ein Säckchen mit 380 Gramm Cannabis-Harz in einem Busch. Das Cannabis hat einen Straßenverkaufswert von knapp 4.000 Euro. Der Algerier sitzt jetzt hinter Gittern. Der bei der Verfolgung verursachte Schaden - eine kleine Delle am VW Bora -, wird von der Exekutive beglichen.
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