Die Vergabe der Asien-Winterspiele 2029 an den Wüstenstaat Saudi-Arabien sorgt für viel Aufregung - auch bei Ex-Ski-Star Felix Neureuther. „Die Pläne für diese WM sind absolut pervers, absurd und vollkommen unzeitgemäß“, schimpfte er.
Das asiatische Olympia-Komitee beschloss im Herbst 2022 die Vergabe der Winterspiele an den Wüstenstaat. Im Berggebiet „Trojena“ fallen die Temperaturen zwar zeitweise auf den Gefrierpunkt, in der Gegend fallen allerdings kaum Niederschläge. Die Wettbewerbe müssen daher auf Kunstschnee ausgetragen werden. Laut Neureuther mache man mit solchen Entscheidungen den Sport kaputt. „Vermutlich muss aber erst ein Super-GAU kommen, bevor Einsicht einkehrt“, so der 39-Jährige im Interview mit der „Zeit“.
Boykott?
Sollte man so eine Veranstaltung etwa boykottieren? Das wäre eine „passende Haltung“, sagte Neureuther: „Ich will das aber niemanden vorschreiben.“ Die asiatischen Winterspiele fanden zuletzt 2017 statt.
„Das ist nichts für mich“
Auf die Frage, ob er sich selbst vorstellen könne, ein Amt an der Spitze eines großen Verbandes zu übernehmen, antwortete Neureuther: „Vergessen Sie es! Bevor man etwas bewegen kann, muss man Klinken putzen und sich anpassen, man könnte auch sagen: Man muss sich verbiegen. Das ist nichts für mich.“ Außerdem habe er mit seiner Stiftung, die sich für mehr Bewegung bei Kindern einsetzt, genug zu tun – und zudem wolle er seine eigenen drei Kinder aufwachsen sehen.
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