"Krone": Um diese Spitzenzeit zu erreichen, werden Sie wohl schneller als bisher fahren müssen?
Christian Kern: Wir werden auf dieser wichtigen Strecke Geschwindigkeiten von 230 km/h erreichen. Das bedeutet: 2013 ist das Jahr, in dem die Bahn das Auto abhängt, denn das schafft kein Pkw.
"Krone": Tempo allein kann es nicht sein, das Streckennetz wurde auch ausgebaut.
Kern: Der wichtigste Bestandteil ist die 44 Kilometer lange Neubau-Hochleistungsstrecke zwischen St. Pölten und Wien. Sie ersetzt die kurvige Bahnlinie durch den Wienerwald mit ihren langsamen Fahr-Abschnitten.
"Krone": Was wurde investiert?
Kern: Insgesamt 1,5 Milliarden Euro, in den Lainzer Tunnel allein 1,2 Milliarden.
"Krone": Die Salzburger haben eine große Frage: Werden die Züge weiterhin am Westbahnhof halten?
Kern: Der Bau des Salzburger Hauptbahnhofs geht in die Endphase. Es ist ein Jahrhundertprojekt wie der Wiener Hauptbahnhof. Wir planen noch, welche Züge nach Wien-West bzw. zum Hauptbahnhof fahren werden. Tatsache ist, das der 2011 ausgebaute Westbahnhof 2013 weiterhin genützt wird. Alle Railjets werden weiter vom Westbahnhof nach Salzburg starten.
"Krone": Was können sich die vielen Umsteiger künftig von der Bordverpflegung erwarten?
Kern: Die renommierte Firma Do&Co von Attila Dogudan setzt derzeit einen Stufenplan um. Bessere Preise und neue Produkte gibt es schon, bald werden Hostessen in neuen Uniformen Speisen in Do&Co-Qualität anbieten. In die Railjets werden übrigens auch Transporträume für Fahrräder eingebaut.
"Krone": Handy- und Internet-Kunden jammern über die schlechte Verbindung.
Kern: Die Railjets werden gerade mit WLAN ausgestattet.
Doch nicht nur auf der Strecke Wien - Salzburg gibt es Veränderungen, sondern auch auf acht Bahnstrecken in Ost-Österreich. Ab 6. August werden hier die Züge auf Rechtsverkehr umgestellt. Das heißt: Der Zug kommt dann am anderen Gleis, wodurch sich sich auch der gewohnte Zugangsweg zum Bahnsteig ändert. Die Umstellung soll den Verkehr effizienter machen und Trassenkonflikte im Bereich Wien-Meidling bis Wien-Hauptbahnhof vermeiden helfen.
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