Oberwarter Probleme

„Offensichtlich nehmen es einige nicht ganz ernst“

Ostligist Oberwart enttäuschte zuletzt auf allen Linien. Viele klingende Namen, aber wenig Ertrag. Trainer Klaus Guger nimmt seine Truppe jetzt in die Pflicht, übt zudem auch Kritik.

„Für mich ist das Wie immer entscheidend, noch mehr bei einer Niederlage. Und das war leider extrem schwach.“ Coach Klaus Guger bringt´s auf den Punkt. Die Derby-Pleite in Neusiedl (0:3) tut den Oberwartern extrem weh. Vor allem zeigt der Auftritt aber auf, dass beim Ostliga-Aufsteiger nicht alles Gold ist, was glänzt.

Farkas, Huber, Ried, Kager, Herrklotz. Die klingenden Namen sind bekannt. Doch die Leistung am Platz skizziert ein anderes Bild. In der Seestadt war die SVO hoffnungslos unterlegen, enttäuschte auf allen Linien. Die Führungsspieler - mit hunderten Bundesligaspielen in den Beinen - stechen nicht heraus, sondern gehen im Team aktuell unter. Kein Leader, keine absolute Leidenschaft ist zu erkennen. Das prangert auch Guger an. „Einige Spieler haben eine unfassbare Erfahrung vorzuweisen. Da muss dann einfach mehr kommen, das ist ja klar.“ Auf einzelne Kicker „draufhauen“, wird der Trainer aber nicht. „Das ist nicht mein Stil und ich stelle mich sowieso immer vor die Mannschaft.“ 

Bedeutet im Umkehrschluss aber, dass auch er sich nicht aus der Kritik nimmt. „In Oberwart laufen viele guter Spieler herum. Was am Ende dabei rauskommt, ist dafür aber zu wenig. Dann muss auch ich mich als Trainer hinterfragen.“

Der Status quo im Klub ist kein leichter. Die (eigenen) Ansprüche sind hoch, ebenso der Druck, abliefern zu müssen. Fakt ist aber: Von dieser Mannschaft darf und muss man sich mehr erwarten dürfen, als blutleere Auftritte ohne nennenswerter Torchance. „Dafür braucht´s aber vollen Einsatz. Mit 90 Prozent punktet man in der Liga gegen keinen. Aber offensichtlich nehmen es einige nicht ganz ernst“, sagt Guger.

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In Oberwart laufen viele guter Spieler herum. Was am Ende dabei rauskommt, ist dafür aber zu wenig. Da muss auch ich mich hinterfragen.

Oberwarts Klaus Guger über die aktuelle Problematik

Das Team steht in der Pflicht. Das wahre Gesicht - das zumindest der Kader suggerieren lässt - muss endlich (über längere Zeit) gezeigt werden. Der Abstiegskampf, in dem sich Oberwart immer noch befindet, ist kein Ponyhof. Leidenschaft, Wille und Mentalität sind gefragt! „Vor allem im mentalen Bereich haben wir viel gearbeitet. Dass aber genau das komplett gefehlt hat, wir einfach nicht präsent waren, ist dann ein Wahnsinn. Ängstlich gewinnt man keine Partien. Da darf man auch angefressen und frustriert sein.“

Reaktion ist gefragt

Gegen den FavAC braucht´s eine Reaktion. Auch, um sich die Wiener im Keller vom Leib zu halten. „Es liegt jetzt auch an der individuellen Klasse jedes Einzelnen. Ich gebe natürlich gewisse Dinge vor, wir haben eine allgemeine Idee, wie wir auftreten wollen. Aber Lösungen auf dem Platz, in den Situationen, müssen von den Jungs kommen. Keiner darf sich verstecken.“ Der zuletzt verletzte Mester trainiert wieder mit der Mannschaft, Rep absolviert ebenfalls Teile des Teamtrainings.

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