Die Fremdenpolizei hat in Vorarlberg sechs Ukrainer aufgespürt, die mit gefälschten Pässen bei einem Unternehmen im Land gearbeitet hatten. Auch an den Grenzen und in den Asylheimen wurde zuletzt verschärft kontrolliert.
Den Ukrainern auf die Spur gekommen waren die Beamten bereits am 22. Jänner dieses Jahres im Zuge einer Schwerpunktkontrolle im Straßenverkehr. Dabei wurde unter anderem ein Mann überprüft, der sich mit einem Führerschein und einem Personalausweis aus Rumänien auswies. Ein speziell ausgebildeter Dokumententrainer der Fremdenpolizei stellte allerdings fest, dass die Papiere gefälscht waren. Schnell war klar, dass der 42-Jährige eigentlich aus der Ukraine stammt, die gefälschten Ausweise hatte er bereits seit 2018 in Österreich in Verwendung. Dank dieser Unterlagen konnte er sich bei diversen Behörden sowie auf dem Arbeitsmarkt als EU-Bürger aus Rumänien ausgeben.
Offenbar kein Einzelfall: Denn wie sich im Zuge der weiteren Ermittlungen herausstellte, besaßen noch fünf weitere Mitarbeiter jener Firma, bei welcher der Mann beschäftigt war, gefälschte Dokumente aus Rumänien - in Wirklichkeit waren sie aber allesamt ukrainische Staatsbürger. Die sechs Männer wurden wegen des Verdachts der Fälschung von besonders geschützten Urkunden sowie wegen rechtswidrigen Aufenthalts in Österreich angezeigt. Der 42-Jährige wird außerdem wegen des Fahrens ohne gültiger Lenkberechtigung belangt werden.
Es war nicht der einzige Erfolg der Fremdenpolizei in den vergangenen Wochen: So wurde Anfang Februar bei der Kontrolle einer Asylunterkunft im Bregenzerwald eine illegale Einwanderin aus Kenia festgenommen - sie sitzt nun in Schubhaft.
Auch an den Grenzen hat die Fremdenpolizei zuletzt verschärft kontrolliert. So sind bei mehreren Schwerpunktkontrollen Mitte Februar allein auf der Bahnstrecke zwischen Bludenz und Lindau (D) fast 200 umfassende Personenkontrollen durchgeführt worden. Als „Beifang“ wurden bei zwei Personen Drogen konfisziert, in sechs Fällen ahndeten die Beamten diverse Verwaltungsübertretungen mit einer Anzeige an die zuständige Bezirkshauptmannschaft. Sogar ein per Haftbefehl gesuchter Mann ging den Fremdenpolizisten ins Netz.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.