Leichtathletik

Große Ehre! Österreicher im Weltverband vertreten

Sport-Mix
07.03.2024 11:39
Porträt von Olaf Brockmann
Von Olaf Brockmann

Erstmals ist Österreichs Leichtathletik im Headquarter der World Athletics durch einen Mitarbeiter hauptberuflich vertreten. Diese große Ehre kommt Dr. Alexander Razen zuteil, der ab sofort in Monte Carlo als neuer Technical Services Manager arbeiten wird. Der 39-Jährige tritt die Nachfolge des Ungarn Imre Mátraházi an, der in den Ruhestand geht.

Für Alexander Razen geht damit ein Traum in Erfüllung. Sein Hobby, die Regelkunde der Leichtathletik, wurde zu seinem Beruf. Er absolvierte in Österreich zunächst die nationale Kampfrichterausbildung und durchlief ab 2015 auch die internationalen Prüfungen bis zum „Technical Official Level II“, schließlich bestand er auch die Prüfung zum Technical Delegate. Er schnitt dabei jeweils als einer der Kursbesten ab. Razen hat an der Universität Innsbruck in Economics mit dem Spezialgebiet Statistik promoviert.

Der Vorarlberger war zunächst für die European Athletics bei diversen Großveranstaltungen im Einsatz. Im Rahmen der Hallen-Europameisterschaften in Istanbul 2023 beeindruckte er die Vertreter der World Athletics einmal mehr mit seinem Fachwissen und sympathischen Auftreten. Pierce O’Callaghan, Head of Competition Manager der World Athletics, fühlte vor, ob Razen die Nachfolge von Imre Mátraházi antreten wolle. Der Österreicher sagte zu, denn einen besseren Job konnte er sich kaum noch vorstellen. Imre Mátraházi spricht in den höchsten Tönen von seinem Nachfolger in Monte Carlo.

1300 Stunden Arbeit
Die Leidenschaft der Leichtathletik-Regelkunde hatte Alexander Razen in den vergangenen Jahrzehnten mehr und mehr gepackt. Einen Namen machte er sich seit 2020 mit der Herausgabe der deutschsprachigen „Leichtathletik-Wettkampfregeln“. Dies ist die Übersetzung der „Competition Rules and Technical Rules“ der World Athletics. Mitte Jänner erschien heuer seine in einem Wiener Eigenverlag herausgegebenen Version von „2024-2025“. Bei der Erstauflage hatte er an der Übersetzung rund 1300 Stunden gearbeitet. Insider wissen, welch unglaublich komplizierte und langwierige Arbeit dies war. Kein Wunder, dass er beim Leichtathletik-Weltverband große Anerkennung findet. Ab jetzt ist er „für das internationale Regelwerk sowie für die Zertifizierung von Wettkampfanlagen und -geräten weltweit zuständig“ (Austrian Athletics).

Götzis knapp verpasst
Dr. Alexander Razen war in seiner aktiven Laufbahn Zehnkämpfer. Er gewann 21 Medaillen bei österreichischen Meisterschaften, vertrat Österreich viermal beim Mehrkampf-Europacup und weist eine Bestleistung von 6907 Punkten (2008) auf. Mit einem Schmunzeln, aber auch Wehmut blickt er darauf zurück, dass er mit diesem Ergebnis, erzielt bei widrigen Wetterbedingungen mit viel Gegenwind im Wettkampf, einen Start im Mehrkampf-Mekka Götzis knapp verpasst hatte. Veranstalter Konrad Lerch hatte ihm einen Startplatz in Götzis versprochen, wenn er über 7000 Punkte schaffen würde. Konrad Lerch blieb trotz der nur knapp verpassten „Norm“ hart…

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