Guten Morgen

Sankt Nimmerlein | Putins Schergen

Sankt Nimmerlein. Seit Wochen nur noch weiße Kunstschneebänder, die  sich in den österreichischen Skigebieten durch grünende Almwiesen schlängeln. Viel zu früh blühende Marillenbäume, die durch späten Frost auch heuer ihre Früchte verlieren könnten. Ein Februar, so warm wie noch nie in den 257 Jahren, seit denen die Temperatur hierzulande aufgezeichnet wird. Und noch nie zuvor ein so großer Temperatur-Abstand zum vieljährigen Mittelwert wie heuer. Zudem: kein einziger Februar-Frosttag an zahlreichen Wetterstationen von Bregenz bis Wien–und das im Wintermonat Februar! Trotz allem leugnen Menschen (auch Politiker), denen man Verstand zutraut, immer noch den Klimawandel. Ja, man gewinnt sogar den Eindruck, die Zahl und die Lautstärke der Skeptiker und Leugner würden gerade wachsen. Ihr Scherflein dazu tragen ausgerechnet jene bei, welche die Allgemeinheit für mehr Klimaschutz sensibilisieren wollen: Die Klimakleber erreichen–die „Krone“ hat diese Woche  berichtet -  gerade das Gegenteil, treiben viele sich provoziert fühlende, verärgerte Wähler genau jenen Parteien zu, die am wenigsten für den Klimaschutz tun. All das wird sich freilich rächen: Klimarettung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag  zu verschieben bringt kurzfristig vielleicht ein paar Stimmen, kann unsere Kinder und Kindeskinder aber ihre Zukunft in einem lebenswerten Land kosten.

Putins Schergen. Jaja, die Russen! Sie wollen die Ukraine schlucken, was nur sehr eingeschränkt gelingt. Sie wollen den Westen destabilisieren, was ansatzweise gelingt–allein, wenn man an die europäische Kakofonie rund um den von Präsident Macron einberufenen Ukraine-Gipfel in Paris diese Woche denkt. Vor allem lässt der Ex-KGB-Spion Wladimir Putin seine Geheimdienste weltweit Unruhe stiften. Immer wieder ist die Rede davon, wie sehr die Schergen des Ex-Spions bei Wahlen im Westen mitmischen. Weitere Momentaufnahmen aus den letzten Tagen, die das „freundschaftliche“ Verhältnis zwischen West und Ost beschreiben: Der mutmaßliche Großbetrüger Jan Marsalek, ein Wiener, der offensichtlich federführend bei den Machenschaften im Wirecard-Mega-Betrugsskandal aktiv war und via Bad Vöslau  nach Russland geflüchtet war soll laut Recherchen des „Spiegel“ nun mit dem Pass eines russischen Priesters, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht, auf der Flucht sein. Unterstützt wird er laut „Spiegel“ vom russischen Geheimdienst, dem er schon zuvor gedient haben soll. Und dann wurde jetzt auch noch bekannt, dass die russischen Geheimdienste ein internes Gespräch der deutschen Luftwaffe abgehört haben, in dem Offiziere über theoretische Möglichkeiten eines Einsatzes deutscher Taurus-Marschflugkörper durch die Ukraine debattieren. Ausgespielt wurde der Mitschnitt durch den russischen Staatssender RT. Den Tod des russischen Regimekritikers Nawalnij in einem sibirischen Putin-Gulag wollen wir auch nicht vergessen…

Kommen Sie gut durch den Sonntag!

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