250 Euro pro Monat

Leerstandsabgabe für Wohnungen gefordert

Kärnten
26.02.2024 13:00

Die Landeshauptstadt hat offenbar ein Problem mit Spekulanten auf dem Immobilienmarkt. Denn 10.000 bis 12.000 Wohnungen sollen im Stadtgebiet derzeit leer stehen. Sie bleiben ungenutzt, obwohl immer mehr Menschen Wohnraum benötigen. 

Das führt dazu, dass die Verantwortlichen der Stadt für den Bau neuer Wohnungen sorgen müssen. Jährlich werden dafür rund drei Hektar wertvoller unversiegelter Boden verbaut.

Der Ärger ist groß
Stadträtin Constance Mochar (SP) platzt angesichts dieser Schieflage auf dem Wohnungsmarkt der Kragen. Sie will den Leerständen den Kampf ansagen und fordert eine Resolution der Stadt an das Land. Darin will man die Regierung auffordern, eine Leerstandsabgabe für Wohnbau und Gewerbeflächen zu beschließen. Ziel dieser Aktion: Leer stehende Wohnungen sollen aktiviert, der Spekulationsprofit reduziert werden.

Leerstandsabgabe gefordert
„In Klagenfurt gibt es insgesamt knapp 60.000 Wohnungen, 6000 davon stehen leer, weil sie sanierungsbedürftig sind. 6000 jedoch sind reine Anlageapartments, die in der Immobilienbranche als Betongold bezeichnet werden“, erklärt Mochar. Sie würden am Wohnungsmarkt nicht angeboten, solange die Besitzer damit keine utopischen Mieten erzielen können. „Damit tragen sie in Klagenfurt zur Verknappung des Wohnungsangebotes bei.“ Die Stadträtin schlägt vor, pro leer stehender Wohnung eine Abgabe von 250 Euro im Monat einzuheben.

In der Steiermark, in Salzburg und Tirol habe man eine Leerstandsabgabe schon eingeführt. Kärnten sollte diesem Beispiel folgen, um stärkeren Druck auf Spekulanten ausüben zu können. In der Steiermark und Salzburg könne die Leerstandsabgabe für eine Wohnung bis zu 2580 Euro pro Jahr betragen. Kämen dadurch zusätzliche Wohnungen auf den Markt, müssten die Genossenschaften nicht so viele Neubauten errichten, meint Mochar.

Zahlreiche neue Wohnbauten
„Wir bauen kärntenweit gerade 300 neue Wohnungen“, sagt Harald Repar, Geschäftsführer der Neuen Heimat, der Mochars Forderung nachvollziehen kann: „Die Nachfrage nach Wohnungen ist derzeit viel größer als das Angebot.“

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