„Er beschwört die Dunkelheit herauf. Ich stehe auf der anderen Seite - für eine Zukunft, die wir auch hell gestalten können.“
Diese Aussage stammt keineswegs von Jedi-Ritter Luke Skywalker gegenüber seinem bösen Gegenspieler Darth Vader in einem „Star Wars“-Film, sondern von unserem hochverehrten Bundeskanzler, getätigt jüngst in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Presse“.
Und davor erklärte Karl Nehammer noch, es gebe „gerade bei Herbert Kickl dunkle Verschwörungstheorien“. Er versuche „ganz bewusst, das Schlechteste aus den Menschen herauszuholen“.
EINERSEITS könnten wir diese einigermaßen skurrile - man könnte auch sagen infantile - Charakterisierung seines oppositionellen Herausforderers durch den Regierungschef als wahlkampfbedingte Zuspitzung abtun.
ANDERERSEITS müsste es schon zu denken geben, dass im Zuge einer politischen Auseinandersetzung nicht Argumente und Gegenargumente ins Treffen geführt werden, sondern stattdessen die ultimative Abqualifizierung als schlicht böse: Auf der einen Seite gut, der Gegner nur böse. Hier das Licht, dort die Finsternis. Und konsequent weitergedacht bedeutet dies wohl: Hier wir Gutmenschen, dort der Unmensch...
Ein solches manichäisches Politik-Verständnis - Zarathustra lässt grüßen - sollte in der Demokratie eigentlich nichts verloren haben. Und vor allem: Es schließt jeden Kompromiss nach den Wahlen aus.
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