Hohe Wellen schlägt die Tatsache, dass auf der Frauenklinik Innsbruck keine gesunden Mütter von kranken Babys mehr Platz finden. Dieser Zustand sei nicht so einfach zu akzeptieren, äußern sich Kritiker.
Dieser Schritt ist notwendig, weil die Frauenklinik eine Bettenreduktion durchführen muss. Doch es gäbe genug Alternativen, wie gegenüber der „Krone“ betont wurde.
Besorgt über diese Entwicklung zeigt sich Gesundheitssprecherin Petra Wohlfahrtstätter (Grüne): „Es lässt sich wieder einmal erkennen, dass auch im Gesundheitsbereich bei Frauen und Kindern als erstes der Sparstift angesetzt wird. Die Landesregierung muss hier schnellstens eine Lösung finden, damit kranke Babys nicht von ihren Müttern getrennt werden müssen. Das ist ein entwicklungspsychologischer Super-Gau.“
Es ist notwendig, dass die Einheit zwischen Neugeborenem und Mutter erhalten bleibt. Eine frühzeitige Mutter-Kind-Bindung ist wichtig, ebenso das Stillen der Neugeborenen.
Ursula Kiechl-Kohlendorfer, Direktorin der Univ.-Klinik für Pädiatrie II
Prioritäten müssten gesetzt werden
Diesen Zustand dürfe man nicht einfach so akzeptieren und hinnehmen. „Aus unserer Sicht ist es oberste Managementaufgabe, in diesem sensiblen Bereich Prioritäten zu setzen. Notfalls muss man Sonderklasse-Betten verwenden, um die Mütter unterzubringen“, stellt sie klar.
Auch Ursula Kiechl-Kohlendorfer, Direktorin der Univ.-Klinik für Pädiatrie II (Neonatologie), sagte bereits gegenüber der „Tiroler Krone“: „Es ist notwendig, dass die Einheit zwischen Neugeborenem und Mutter erhalten bleibt. Eine frühzeitige Mutter-Kind-Bindung ist wichtig, ebenso das Stillen der Neugeborenen.“
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