TroGroup mit Neo-Chef

Welser schauen nun neugierig über den Tellerrand

Oberösterreich
20.01.2024 15:00

„Wir bewegen uns nicht im Rückzug, sondern im Wachstum“, sagt Bernd Badurek. Der Chef der TroGroup in Wels will mit der Unternehmensgruppe, zu der unter anderem Stempel-Weltmarktführer Trodat gehört, neue Bereiche erobern. Die Autoindustrie ist jedenfalls schon hellhörig geworden.

„Ein bissl schwanger gibt’s nicht“, sagt Bernd Badurek, wenn er klar machen will, wie stark der Drang bei der TroGroup ausgeprägt ist, sich weiterzuentwickeln und neu zu erfinden. Viereinhalb Monate ist der 49-Jährige nun Chef der Firmengruppe in Wels, bei der viele zuerst an Stempel-Weltmarktführer Trodat und dann an Laserspezialist Trotec in Marchtrenk denken.

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Wir haben mit dem Laser einen massiven Vorteil: Der Einsatz ist günstiger, schneller, sicherer und sauberer als Werkzeuge, die jetzt verwendet werden - es spricht fast nix dagegen.

Bernd Badurek über den Vorstoß bei Trotec in Richtung Autoindustrie

Badurek will noch stärker als Industrie- und Technologieunternehmen wahrgenommen werden, das viele Talente hat. „Um nachhaltig erfolgreich zu sein, muss man über den Tellerrand schauen“, betont der Ex-Miba-Manager, der mit Blick auf das Spritzguss-Know-how der Trodat die Medizintechnik, Autoindustrie und Energiewirtschaft ins Spiel bringt.

Die Trotec betritt ganz neues Terrain und stößt mit ihrer Technologie auf großes Interesse aus ...
Die Trotec betritt ganz neues Terrain und stößt mit ihrer Technologie auf großes Interesse aus der Autoindustrie.(Bild: TroGroup)

„Es gibt sehr viele Themen, wo hochpräzise Kunststoffteile notwendig sind“, so der TroGroup-Chef, der es für möglich hält, hier auch Zukäufe zu tätigen. Schon jetzt herrscht in der Stempelwelt ein extremer Verdrängungswettbewerb: „Wir haben den Anspruch des ,last man standing‘ und werden, wenn es sein muss, sicher die letzte Firma sein, die Stempel produziert.“

Bei der Trotec weht bereits der neue Geist: In der Autoindustrie werden Laser aus Marchtrenk nun getestet, um das Stanzen abzulösen. „Da geht’s um Beschriftungen und Markierungen, die wir hochpräzise anbringen können“, sagt Badurek.

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